Hail Of Bullets - Of Frost And War - Cover
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Hail Of Bullets Of Frost And War


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Musikalisch kann bei einer Besetzung, die aus den angesagtesten Death-Metal-Bands Niederlands besteht, nichts schief gehen.

Ja, ja, der Alkohol macht nicht nur die Birne hohl, sondern führt auch Bands zusammen. Im Falle von Hail Of Bullets handelt es sich dabei um: Sänger Martin van Drunen (Ex-Bolt Thrower, Ex-Pestilence, Asphyx), die Gitarristen Paul Baayens und Stephan Gebédi (Thanatos), den Bassisten Theo van Eekelen (Ex-Houwitser) und Drummer Ed Warby (Gorefest). Thematisch haben sich die fünf Niederländer auf „Of frost and war“ dem Zweiten Weltkrieg gewidmet, genauer gesagt dem Russlandfeldzug, der auch unter dem Decknamen „Operation Barbarossa“ bekannt wurde und von 1941 bis zur bedingungslosen Kapitulation des deutschen Reichs 1945 dauerte.

In diesem Sinne startet der bezeichnende Opener „Before the storm (Barbarossa)“ noch eher ruhig und zurückhaltend, bis gegen Ende die ersten Panzerdivisionen aus den Boxen scheppern und die Niederländer mit „Ordered eastward“ ihre Todesblei-Schlachtplatte mit militärischen Drums und einem harten und brutalen Klangbild eröffnen. Für alle, die Sänger van Drunen noch nie an ihr Ohr gelassen haben, sei allerdings gesagt, dass sich sein Organ nicht nur anhört wie Lemmy Kilmister (Motörhead) auf irgendwelchen Drogen, sondern es anfänglich sicherlich einige Zeit braucht um damit warm zu werden. Der drückenden Atmosphäre des Hail Of Bullets-Erstlings verhilft er mit seinen kratzigen, aggressiven Shouts und gelegentlichen Growls jedenfalls zu einer unvergleichlichen, brachialen Breitseite.

Musikalisch darf natürlich bei einer Besetzung, die aus den angesagtesten Death-Metal-Bands Niederlands besteht, eigentlich nichts schief gehen. In der Tat kann die Instrumentenabteilung mit einer Mischung aus unbarmherzig dröhnendem Doom und mehreren Headbang-Massakern, die aber nur selten in wirkliches Hochgeschwindigkeits-Todesblei-Gebolze ausbrechen, sondern eher im walzenden Midtempo verweilen, die Erwartungen erfüllen und vor allem durch den rauen Sound Pluspunkte einheimsen. Ein Musterbeispiel dafür ist das ausgeklügelte „General Winter“ oder die Groove-Monster „Red wolves of Stalin“ und „Stalingrad“, die zu den besten Stücken auf „Of frost and war“ zählen. Kurz bevor es mit dem Halb-Instrumental „Berlin“ dann sogar ein wenig melancholisch wird, zerfetzen Hail Of Bullets in „Inferno at the Carpathian Mountain“ mit unbarmherzigem Thrash-Riffing noch schnell die Lautsprecher um auch bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Schließlich handelt es sich um den Zweiten Weltkrieg.

Anspieltipps:

  • Berlin
  • Stalingrad
  • General Winter
  • Red Wolves Of Stalin

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