The Futureheads - This Is Not The World - Cover
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The Futureheads This Is Not The World


  • Label: Nul Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

The Futureheads ereilte nach ihrer zweiten CD ein trauriges Schicksal: Ihre Plattenfirma (Warner Bros.) war nicht zufrieden und kündigte den Vertrag mit den Briten. Da gründeten sie ihr eigenes Label und waren eigentlich auch ganz froh über die Kündigung, denn es gefiel ihnen nicht wirklich bei dem Plattenriesen. Das hört sich so einfach an, aber manchmal entsteht aus so einer unglücklichen Situation etwas richtig Gutes: The Futureheads veröffentlichen nun ihre dritte CD und das eben erstmals auf ihrem eigenen Label Nul Records.

Völlig befreit und mit Elan toben sich die vier Briten richtig aus und der renommierte Produzent Martin Glover, Künstlername Youth und Ex-Bassist von Killing Joke, half ihnen dabei. Die zwölf Eigenkompositionen wurden im sonnigen Spanien aufgenommen und das bekam den blassen Briten und ihrer Musik spürbar gut. Postpunk und New Wave waren schon immer ihr Steckenpferd, aber nun geben sie ihren Fans eine Riesenportion davon auf das Ohr. Die 39 Minuten Spielzeit haben es den Männern aus Sunderland angetan, schon auf ihrem letzten Longplayer „News and tributes“ erreichten ihre Tracks genau diese Marke. Doch gleich mit dem ersten Song wird der Hörer in den Bann der erfrischend rockigen und so melodieseligen Werke gezogen: „The beginning of the twist“ setzt ein erstes Ausrufezeichen in Sachen Qualität und Begeisterung, wenn die Gitarrenriffe und der Gesang so wunderbar harmonieren und trotzdem nicht etwa Mainstreamlastiges erklingt.

Kaum hat man diesen Song in das Herz geschlossen, schicken The Futureheads schon die nächste Melodiesalve aus den Boxen. Warum die Band im Schatten von Bloc Party oder den anderen britischen Gitarrenrockbands der jüngeren Generation dem größeren Publikum bisher verborgen blieb, erscheint rätselhaft, weil sie nicht nur auf diesem Longplayer Songwriting-Künste an den Tag legen, die das Prädikat „überdurchschnittlich“ verdienen. Mit charmantem britischen Akzent, manchmal auch mehrstimmig und etwas schräg, rocken die Männer von der Insel dermaßen flott und geradlinig auf den Punkt, da macht es einfach Spaß zuzuhören.

Einziges Manko scheint die fehlende Unterscheidbarkeit der Tracks bei diesem Werk zu sein, ein wenig mehr Unverwechselbarkeit hätte das Album fast zum Klassiker gemacht, aber die Qualität erklimmt solche Höhen, dass bei soviel enthusiastischer Spielfreude der Futureheads das auch nicht so entscheidend sein kann.

Anspieltipps:

  • The beginning of the twist
  • This is not the world
  • Hard to bear
  • See what you want

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