Lauren Harris - Calm Before The Storm - Cover
Große Ansicht

Lauren Harris Calm Before The Storm


  • Label: Demolition Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Sicher ist es Fluch und Segen zugleich, wenn man berühmte Eltern im Showgeschäft hat. Einerseits erleichtert es den Kindern den Einstieg, wenn sie den gleichen Karriereweg planen, weil Papa oder Mama ein gewichtiges Wort einlegen, andererseits werden die Sprösslinge garantiert ein Leben lang am Schaffen der prominenten Eltern gemessen.

Ein ganz aktuelles Beispiel für karrierefördernde Maßnahmen aus dem elterlichen Haus ist Lauren Harris, die Tochter von Iron-Maiden-Bassist Steve Harris. Lange bevor das Hardrock-Töchterchen auch nur einen einzigen selbsteingesungenen Song veröffentlicht hatte, durfte sie als Special Guest mit Iron Maiden um die Welt touren und sich dabei sicher sein, vom Publikum wohlwollend aufgenommen zu werden. Kein Maiden-Fan hätte sich jemals getraut, die Tochter ihres Helden auszubuhen, obwohl die Auftritte Überlieferungen zur Folge nicht immer das Gelbe vom Ei gewesen sein sollen. Doch so konnte die gute Lauren viel üben, dazulernen und sich mit ihrem Debütalbum Zeit lassen.

„Calm Before The Storm“ wurde selbstverständlich von Promi-Papa Steve als Executive Producer überwacht, erscheint aber nicht auf demselben Label wie die Iron-Maiden-Alben. Dafür hat Maiden-Intimus Kevin Shirley fünf der 12 Songs abgemischt. Musikalisch hat das Album dennoch reichlich wenig mit den Eisernen Jungfrauen am Hut. Eindeutige Inspirationsquelle ist der melodische Hardrock der 80er Jahre, der großen Wert auf griffige Arrangements, satte Hooks und eingängige Melodien legt. Dazu fallen einem Namen wie Joan Jett, Lita Ford oder etwas aktueller The Donnas und Marion Raven ein.

Eine musikalische Glanzleistung ist „Calm Before The Storm“ dennoch nicht geworden. Dazu sind die Songs zu hausbacken und altmodisch. Trotzdem macht die Platte Spaß. Lauren Harris und ihre Band (Richie Faulkner an der Gitarre, Randy Gregg am Bass und Tommy McWilliams an den Drums) liefern eine grundsolide Leistung ab, indem sie die mit Hilfe externer Songwriter komponierten und mit zusätzlichen Studiomusikern aufgenommenen Stücke locker aus der Hüfte schießen, ohne sich mit Schnickschnack zu verzocken. Und wie es der Zufall so will, mischt Steve Harris ausgerechnet beim wohl besten Song, „From the bottom to the top“, als Bassist und Backgroundsänger mit. Da merkt man, dass der Papa ein gutes Händchen hat, ohne den dieses Album fraglos nicht die Aufmerksamkeit erhalten würde, die es zurzeit bekommt.

Anspieltipps:

  • You say
  • Hurry up
  • Your turn
  • Get over it
  • From the bottom to the top

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7.5/10

The Final Countdown: 30th Anniversary Show Live At The Roundhouse
  • 2017    
Diskutiere über „Lauren Harris“
comments powered by Disqus