Fixmer McCarthy - Into The Night - Cover
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Fixmer McCarthy Into The Night


  • Label: Synthetic Symphony/SPV
  • Laufzeit: 61 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Terence Fixmer und Douglas McCarthy. Zwei Namen, die untrennbar mit dem Begriff elektronischer Musik miteinander verbunden sind. Der erste ist durch seine Arbeit als französischer Techno-Künstler in der Szene bekannt geworden und letzterer sorgte mit dem EBM-Trio Nitzer Ebb in England für Furore. 2002, als Terence für die englische Band einen Remix anfertigen sollte, lernten sich Douglas und Fixmer kennen und beschlossen gemeinsame Sache zu machen. Das erste Kind trug den Namen „Between the devil“ (2004) und sorgte in der elektronischen Gemeinde aufgrund der Zusammenführung der technoiden Produktion des Franzosen und der Stimmgewalt von McCarthy für Aufsehen.

Vier Jahre später hat sich das Duo jedoch nicht zum Ziel genommen die Tanzfläche zu füllen, sondern versucht diese nach allen Regeln der Kunst leer zu bekommen. Anders lässt es sich nicht erklären, wieso „Into the night“ vorrangig der Monotonie und Abwechslungsarmut anheim fällt und bei einem Großteil der neuen Stücke die Skip-Taste bemüht werden muss, denn über weite Strecken wirkt Platte Nummer 2 uninspiriert und kraftlos. Dabei fängt bei der französisch-englischen Kollaboration alles ganz verheißungsvoll mit einem stimmigen, titelgebenden Intro an, das in „Like voodoo“ überleitet, welcher die Grundidee in jedem Song darlegt, nämlich einen Beat mit viel Synthie-Geplucker, Keyboardsamples und einem trockenen Bass zu kreieren, der im Anschluss von der aufgekratzten Stimme McCarthys unterfüttert wird.

Das funktioniert zwar in dem einen oder anderen Song, auf Dauer ermüdet dieses Konzept jedoch recht schnell, wodurch auch herausstechende Titel wie das hämmernde, mit Rave-Unterbau versetzte „Look to me“, der ungezwungene Electro-Pop eines „Pistol whipper“, das ruhige, auf einem traumwandlerischen Trip gefangene „Tonight I sleep“ oder die rockigen Klänge in „Make war“ in der knappen Stunde von „Into the night“ Mangelware bleiben. Entweder verlässt sich Fixmer nämlich mit seiner minimaler Produktion zu sehr auf die Wirkung seiner Kreationen, die dann allerdings eher nerven als unterhalten („Blood and music“, „A great and distant silence“, „Love the night“) oder er wiederholt seine Ideen in gepflegter Endlosschleife, bis diese den Song bereits beim ersten Mal tot spielen („Banging down your door“, „And then finally“, „Trans european“).

So oder so „Into the night“ gefällt als Soundtrack nach einer durchzechten Nacht recht gut, für etwaige Nebenwirkungen ohne den Einfluss von Alkohol übernimmt der Verfasser dieser Zeilen jedoch keine Verantwortung, da diese mit ein wenig mehr Feinschliff in der minimalistischen Herangehensweise der einzelnen Stücke umgangen hätten werden können.

Anspieltipps:

  • Make War
  • Look To Me
  • Tonight I Sleep

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