Soundtrack - Sex And The City - Cover
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Soundtrack Sex And The City


  • Label: New Line Records/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn eine amerikanische Fernsehserie, die seit sechs Jahren weltweit gesendet wird, zum Kult avanciert, bekommt sie als Krönung einen Kinofilm als Höhepunkt kredenzt. Die modebewussten Freundinnen aus New York, verkörpert von den Schauspielerinnen Sarah Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davies und Cynthia Nixon, haben offensichtlich mit ihrer turbulenten Männersuche und vielen humorvollen Gesprächen gepaart mit der Aura der Stadt New York den Geschmacksnerv des Publikums getroffen.

Ein Woche vor der Premiere des Films erscheint nun schon der Soundtrack des Streifens. Den Titelsong „Labels or love“ singt Fergie, ihres Zeichens Frontfrau von den Black Eyed Peas, dabei entsteht eine Vermischung von neuen Tönen und der ursprünglichen Serienmusik mit der zeitweise Vocoder unterstützten Stimme Fergies und das ergibt einen beschwingten Auftakt. Die junge und begabte „Dreamsgirls“-Sängerin Jennifer Hudson trägt mit beeindruckender Stimmgewalt einen erfrischend altmodischen Soul-Track vor, den auch die Waliserin Duffy mit dem chartserprobten „Mercy“ schmettert. Die soulaffine Joss Stone gibt sich ebenfalls die Ehre und singt mit Al Green einen Bee-Gees-Klassiker, der ziemlich tempoarm, aber sehr emotional daherkommt. „How Deep is your love“ ebenfalls im Original von den Bee Gees, performen die amerikanischen Musiker namens The Bird and The Bee, die sehr behutsam und gleichzeitig innovativ vorgehen und dem Track einen elektronisch angehauchten Touch verleihen, wobei vor allem die gute gesangliche Leistung der Sängerin Inara George beeindruckt.

Negativ fällt hingegen der Remix von Nina Simones Song „ The Look Of Love“auf, denn er klingt doch etwas zu stark verfremdet, die dominierenden Beats lassen die ursprüngliche Stimmung nicht so recht aufkommen. „New York Girls“ von Morningwood ist dagegen absolut untypisch für die restliche Stilrichtung: Mit harten Gitarrenriffs mischen sie den Longplayer ganz schön auf, wobei die Melodie keinesfalls untergeht. Die eher sanften Töne von Bliss oder Jem runden den abwechslungsreichen Longplayer ab, denn musikalisch legen sich die erfahrenen Soundtrackproduzenten nicht wirklich fest, was der CD aber ausgesprochen gut tut. Die soulorientierte Grundhaltung der CD wird mit modernen urbanen Klängen – House, Pop und Rap- vermischt, wobei vor allem Jennifer Hudson, die auch eine Rolle im Film spielt, aber auch die anderen Künstlerinnen, die in der Überzahl sind, mit viel Gesangsqualität überzeugen. Wenn der Film dieselbe Qualität erreicht wie dieser gut zusammengestellte Soundtrack, dürfte an der Kinokasse nichts mehr schiefgehen.

Anspieltipps:

  • All Dressed In Love - Jennifer Hudson
  • New York Girls – Morningwood
  • How Deep Is Your Love - The Bird & The Bee

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