James McMurtry - Just Us Kids - Cover
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James McMurtry Just Us Kids


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein grundsolides Roots-Rock-Album mit allem was dazu gehört.

Mit seinem neunten Studioalbum seit 1989 ist James McMurty – Sohn des bekannten US-Schriftstellers und Drehbuchautoren Larry McMurty („Brokeback Mountain“) – beim Label Blue Rose Records angekommen. Und genau da gehört sein urwüchsiger Roots-Rock zwischen Americana, Folk und Singer/Songwriter-Anleihen auch hin. Denn die Jungs aus dem Süden der Republik sind erwiesenermaßen DIE Spezialisten wenn es um genannte Sounds geht.

Ähnlich wie anno 1989 rumpeln die Riffs staubtrocken aus den Boxen und erinnern damals wie heute an James McMurtys Entdecker und Co-Produzenten seines Debütalbums „Too Long In The Wasteland“, der kein geringer als John Mellencamp ist. Schaut man sich die politischen Texte des letzten Mellencamp-Albums „Freedom’s Road“ (2007) an, könnte man sogar davon sprechen, dass sich der Kreis in Bezug auf „Just Us Kids“ 19 Jahre später schließt. Denn James McMurty (47) teilt in Songs wie „God bless america“, „Cheney’s toy“ oder „The governor“ ganz schön aus und nimmt u.a. den aktuellen Präsidenten der USA, George W. Bush, aufs Korn – etwas, was der Texaner schon auf früheren Alben machte. Nötig ist es noch heute.

Stilistisch bewegen sich James McMurty und seine Mitmusiker häufig im gepflegten Midtempo, die immer wieder wie von rostigen Nägeln in Form cooler Gitarrensoli durchzogen werden. Lediglich „Freeway view“ fällt als astreiner Pianorocker etwas aus dem Rahmen. Ansonsten ist „Just Us Kids“ ein grundsolides Roots-Rock-Album mit allem was dazu gehört: Schnelle Rocker („Bayou tortous“), feine Akustikballaden („Ruby and Carlos“) und atmosphärische Storytelling-Songs („Fire line road“). Da freut sich der Americana-Fan unter Garantie!

Anspieltipps:

  • Fire line road
  • Freeway view
  • Ruby and Carlos
  • God bless america
  • Ruins of the realm
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