Fairytale Abuse - Perversions Of Angel VI - Cover
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Fairytale Abuse Perversions Of Angel VI


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit zehn Jahren holzen sich die dänischen Death/Black-Metaller von Fairytale Abuse nun schon durch die Musiklandschaft und legen nach einigen EP´s und dem Album „The spirit tower“ (2006) mit „Perversions of angel VI“ ihren zweiten Longplayer vor. Darauf zu hören ist anfänglich knüppelhartes Todesblei, das neben einigen Black Metal-Einflüssen auch mit bombastischem Unterbau wie hektischem Klavier, chorähnlichen Samples oder orchestralem Streichereinsatz zu unterhalten weiß, sich musikalisch von anderen Veröffentlichungen aus dem Sektor aber nicht wirklich stark abhebt.

Mit „A phenomenon´s rage – The burden“ setzen Sänger Simon Rodgaard Pedersen, Axtschwinger Michael Birkedal Alm und Morten Passow Odgaard, sowie Keyboarder Jonas Reif Jorgensen, Bassist Morten Lykke Anderson und Drummer Danni Lyse Jelsgaard jedoch verstärkt auf eine melodische Begleitung, die die Platte in weiterer Folge ab „Troparion for the white plague“ nicht nur in eine atmosphärischere Richtung ausschlagen lässt, sondern auch Ähnlichkeiten zu den britischen Schwarzmetallern von Cradle Of Filth aufkommen lässt. Zwar erreichen die Dänen nie den unbarmherzigen Wahnsinn eines Filth´schen Oeuvres, was ohnehin durch die etwas dumpfe Abmischung verhindert wird, wodurch die markigen Growls von Pedersen gelegentlich unter der Wucht der Bassdrum begraben werden, aber der Fünfer ist auf dem besten Wege ein vielversprechender Konkurrent für Quietscheentchen Filth und seiner düsteren Truppe zu werden.

Allein die Tracks „Lust murder theatre“, „Powers and signs of the lying wonders“ oder der hakenschlagende Rhythmus in „At the gates of thorns“ sind anspruchsvolles, schwarzes Todesblei im Bombast-Mantel, das besonders durch die kompromisslose Arbeit an den Instrumenten und einer gelungenen Stimmung glänzen darf. Leider können Fairytale Abuse dieses Niveau nicht auf der kompletten Scheibe halten und lassen in den übrigen Stücken öfter das Gefühl aufkommen, das da wesentlich mehr drin gewesen wäre (wer die letzten zwei Minuten von „Powers and signs of the lying wonders“ anhört wird zustimmend nicken), was aber keinesfalls heißen soll, dass für die Dänen mit „Perversions of angel VI“ schon das Ende der künstlerischen Fahnenstange erreicht ist, denn allem Anschein nach fangen sie gerade erst an.

Anspieltipps:

  • Lust Murder Theatre
  • Troparion For The White Plague
  • Powers And Signs Of The Lying Wonders

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