Shai Hulud - Misanthropy Pure - Cover
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Shai Hulud Misanthropy Pure


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Amis von Shai Hulud waren schon immer ein bisschen aggressiver, verspielter und komplexer als die ganzen Emo-, Metal- und sonst was Core-Bands zusammen. Dieser Maxime sind sie auch auf dem neuesten Oeuvre mit dem bezeichnenden Titel „Misanthropy pure“ treu geblieben und schnalzen nach kurzer, adrenalingetränkter Einleitung sofort eine brachiale Dampfwalze namens „The creation ruin“ nach, die den Hörer selbst fünf Jahre nach dem letzten Output „That within blood ill-tempered“ (05/2003) unverzüglich in den Bann der anfänglich unkontrolliert wirkenden Ausbrüche des Florida-Acts zieht.

„Es ist schneller, langsamer, weniger Metal, mehr Metal, mehr Rock, progressiver und weniger progressiv als alles, was wir bisher gemacht haben. Mehr in die Fresse. Es passt sich nicht irgendwelchen Trends an und ist 100% frei von Southern Rock. Ihr werdet nicht einen einzigen vorhersehbaren Breakdown hören und dennoch die Bissigkeit zu keiner Sekunde vermissen“ weiß Gitarrist Matt Fox über die neueste Scheibe zu berichten und nach den etwas mehr als 40 Minuten des „reinen Menschenhasses“, bestehend aus einer knallharten Mischung aus Punk, Hardcore, Metal und Rock, nickt man zustimmend. Ein Mann ist allerdings besonders dafür verantwortlich, dass die verschachtelten Rifforgien so gut funktionieren: Sänger Matt Mazali.

Er ist für den ausgestiegenen Shouter Geert van der Velde in die Band aufgenommen worden und kotzt sich nicht nur ordentlich aggressiv aus, sondern besticht vor allem durch den kratzigen Unterton in seiner Stimme, der den Songs einen zusätzlichen Hardcore-Einfluss bietet. Zwar wird angesichts der stets hakenschlagenden Rhythmen der eine oder andere mit „Misanthropy pure“ überfordert sein, wenn sich das Werk allerdings erst erschlossen hat, erwartet einem eine durchdachte Metalcore-Platte, die keine zeitlose Bedeutung hat, aber dennoch ein durchaus zufriedenstellender, kurzweiliger Arschtritt geworden ist.

Anspieltipps:

  • Misanthropy Pure
  • Set Your Body Ablaze
  • Chorus Of The Dissimilar

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