Incognito - Tales From The Beach - Cover
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Incognito Tales From The Beach


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 74 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz anfänglich starker Performance, erleidet „Tales From The Beach“ einen Qualitätseinbruch.

Tja, wenn sich Jean Paul Maunick, in der Jazz-Szene wohl besser bekannt unter seinem Spitznamen “Bluey”, einem neuen Album annimmt, kann man sich sicher sein, dass etwas komplett entspannendes und gefühlvolles dabei herauskommt. Nach dem doch etwas enttäuschenden Vorgänger „Bees, things, flowers“ (04/2007), der mit Covers, akustisch gehaltenen Neueinspielungen alter Stücke und drei neuen Tracks gespickt war, gibt es nun gerade einmal ein Jahr später „Tales from the beach“ und wie es schon der Name andeutet, bestimmt Lässigkeit und eine relaxte Grundstimmung die Platte.

Schon „Step aside“ präsentiert muntere Perkussion und aufgeweckte Bläser, die gemeinsam mit herkömmlichen Instrumenten wie Gitarre, Bass und Schlagzeug einen frühlingshaft beschwingten Beitrag zur begnadeten Soul-Stimme von Joy Rose kreieren, die nur eine von vielen grandiosen Gesangstalenten auf Incognitos neuestem Album ist, die man zu hören bekommen wird. Richtig funky wird es in „When the sun comes down“, während „I come alive“ mit treibendem Beat und einer positiven Grundmessage über die erklingende Musik wie auch die nachfolgenden Songs „N.O.T.“ und „I remember a time“ zu den Klassikern des Künstlerkollektivs anschließt.

Trotz dieser anfänglich starken Performance, erleidet „Tales from the beach“ ab „Never look back“ einen Qualitätseinbruch, da Bluey anscheinend die Ideen für Texte ausgegangen sind. Anders lässt es sich nicht erklären wieso im hinteren Drittel der Scheibe plötzlich stumpfe „Badaba“-Lyrik und sonstiger zweisilbiger Nonsens angestimmt wird. Wir sind ja nicht bei 2Raumwohnung! Ungeachtet dessen gibt es auch auf musikalischer Ebene mehr oder weniger nichts Neues zu berichten, denn mehr als ein Aufguss der letzten 20 Jahre oder besser gesagt der letzten halben Stunde gibt es hier nicht. In diesem Sinne hinterlässt der neueste Output Incognitos den Hörer hin- und hergerissen. Einerseits gibt es wieder neues Material des britischen Kollektivs, andererseits demontieren die letzten 25 Minuten der Platte ein genrebildendes, sowie -übergreifendes Denkmal, das Künstler wie Jamiroquai, The Brand New Heavies oder etliche andere Musiker aus der Jazz-Szene beeinflusst hat. Daher ist „Tales from the beach“ mit Vorsicht zu genießen!

Anspieltipps:

  • N.O.T.
  • Never Look Back
  • I Remember A Time
  • I Come Alive (Rimshots And Basses)

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