Jonathan Davis - Alone I Play - Cover
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Jonathan Davis Alone I Play


  • Label: Invisible Arts/Eigenvertrieb
  • Laufzeit: 71 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Jonathan Davis ist Boss und Chefdenker der Nu-Metal-Band Korn. Er zieht die Fäden und führt die Regie. Wenn es ihm in den Sinn kommt, ohne seine Stammband auf Tournee zugehen, um die Korn-Songs in akustischen Versionen vorzutragen, kann ihn niemand daran hindern. Und wenn Herr Davis das Ergebnis ommen („Korn / Untitled“, 2007). Besonders der Unplugged-Auftritt aus dem Jahr 2007 hat gezeigt, welches Potenzial nachwievor in ihnen steckt. Darauf aufbauend fand die Solo-Tour von Jonathan Davis statt, die er zusammen mit Shenkar (Violine, Gesang), Miles Mosley (Bass), Shane Gibson (Gitarre, Gesang), Zac Baird (Keyboards, Gesang) und Michael Jochum (Drums, Percussion) bestritt.

Wie es klingt, wenn die ursprünglich mit leidenschaftlicher Härte und Lautstärke instrumentierten Stücke Korns auf eine Welt aus tausendundeiner Nacht treffen, wird für den Hörer auf „Alone In Play“ eindrucksvoll deutlich. Jonathan Davis nimmt seine wütende Gesangs-Performance drastisch zurück, ohne auch nur einen Hauch an Intensität einzubüßen. Das allein ist schon stark! Dazu kommen die klar definierten Parts der gut aufeinander abgestimmten Musiker, die es zur Selbstverständlichkeit machen, dass Korn-Songs zukünftig in Zusammenhang mit Piano-, Kontrabass-, Djembe- und Violinen-Parts genannt werden.

Wo früher eine beklemmend düstere Stimmung durch metallische Härte erzeugt wurde, agieren nun weitgehend akustische Instrumente, die eine nicht minder intensive Atmosphäre erzeugen. Wer hätte das gedacht: Orientalische Klänge („Careless“), gepaart mit bollernden Bässen („Slept so long“), psychedelischen Streicher- („Redeemer“), Piano- („Hushabye“) und Gitarreneinlagen („Not meant for me“) sowie cool groovenden Rhythmen („Kick the P.A.“), auch wenn diese zum Teil aus der Synthie-Konserve stammen, funktionieren erstaunlich gut! Und dass das Ganze auch noch live dargeboten wird, setzt der Vorstellung die Krone auf. Fazit: „Alone I Play“ ist ein ganz neues Korn-Erlebnis, ohne dass der Name Korn auf dem Cover prangt.

Anspieltipps:

  • Dirty
  • Careless
  • Hey Daddy
  • Got the life
  • Alone I break
  • Last legal drugs
  • Not meant for me

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