Alphabeat - This Is Alphabeat - Cover
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Alphabeat This Is Alphabeat


  • Label: Charisma/EMI
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das dänische Sextett um Haupt-Songwriter Anders B mit der Wahl-Heimat England schickt sich an, leichtfüßige und dringliche Pop-Musik in schillernder Manier flächendeckend unter das Volk zu bringen. In Dänemark gelang es immerhin schon mal, ernteten sie doch dort Platin für ihr Debüt-Album „This Is Alphabeat“ und auch im britischen Pop-Mutterland gelang es, die Single „Fascination“ in den Top 5 der Charts zu platzieren. Während sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, ein gecastetes Kunst-Produkt zu sein, nennen die Dänen als Einflüsse Yazoo, AC/DC, The Beatles und Men Without Hats, wobei man sich fragt, wo der Hardrock im Sound von Alphabeat abgeblieben ist. Auch andere der angeführten Namen sind nicht deutlich zu verorten, dafür aber eine farbenfrohe, mitreißende Spielart, die trotz des modernen Sounds an zurückliegende, große Pop-Jahrzehnte erinnert.

Besonders „Fascination“ mit seinem euphorischen, zweistimmigen Gesang, Handclaps, höchst melodiösen Gitarren und Klavier-Tupfern geht als 1A-Sommerhit durch, der auch nachdem die Temperaturen wieder sinken, Bestand haben wird. „10,000 Nights“ ist Piano-Pop mit einem hymnischen, wieder einmal zweistimmigen Refrain und besticht in den Strophen durch den Wechsel zwischen weiblichen sowie männlichen Vocals, die jeweils für sich faszinieren und gemeinsam wunderbar schmachtend harmonieren. Die Arrangements sind angenehm dramaturgisch und trotzdem 100 % Pop mit glatter Oberfläche, die aber so variantenreich sowie musikalisch anspruchsvoll daherkommt, dass sich eine Sättigung nur äußerst schleichend einstellt. Wenn so viel Lebensfreude in die Musik von Alphabeat einfließt, ist das Ergebnis scheinbar ein Selbstgänger.

Auch zurückgelehnt schaffen es die Dänen, das Niveau hoch zu halten und bei „What Is Happening“ Soul mit einfließen zu lassen, um das Ganze sehnsüchtig mit Piano und Synthie-Streichern zu umgarnen. Wenn im weiteren Verlauf des Songs das Tempo wieder angezogen wird, darf erneut die Tanzfläche gestürmt werden, was überhaupt der Grund-Konsens auf „This Is Alphabeat“ ist und dem kann man kaum widerstehen, bei einer solchen Melodie- und Hit-Festigkeit, die durchweg anspornt. Zum Ende des Longplayers setzen vermehrt Synthesizer die Akzente und die Stimmen erfahren unaufdringliche Modifikationen, die an Electro-Pop der Achtziger erinnern und so ein Album formen, dass mit verschiedenen Pop-Ausdrucksformen spielt und dabei ungemein Spaß macht.

Anspieltipps:

  • Fascination
  • 10,000 Nights
  • Touch Me Touching You
  • Rubber Boots

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