Grand Magus - Iron Will - Cover
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Grand Magus Iron Will


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer ein echtes Heavy Metal Album sucht, ohne Pathos und glatt polierte Refrains, wird an dieser Scheibe eine wahre Freude haben.

Einen Vorwurf werden sich Grand Magus wahrscheinlich nie anhören müssen: nämlich den, immer wieder das gleiche Album unter anderem Titel zu veröffentlichen. Von Stoner Rock bis hin zum Doom Metal ging die Reise der Band um Sänger Janne „JB“ Christoffersson. Mit ihrem neuen Album sind sie nun bei lupenreinem Heavy Metal angekommen. Und siehe da, obwohl auch die früheren Werke bei Fans und Kritikern einen hervorragenden Ruf genießen, rufen Grand Magus mit ihrem neuesten Werk geradezu euphorische Reaktionen hervor.

Auch wenn die lediglich neun Titel von „Iron Will“ auf den ersten Blick etwas spartanisch erscheinen, wird man bereits mit der Eröffnungsnummer „Like The Oar Strikes The Water“ zufrieden gestimmt. Hier stimmt einfach alles: mit einprägsamen Riffs, tollen Gesangsmelodien und hervorragender Produktion gelingt Grand Magus ein Einstand nach Maß. Ebenso wie eine Lehrstunde in Sachen Heavy Metal klingt der folgende Titel „Fear Is The Key“, bevor beim Titeltrack „Iron Will“ erstmals der Fuß etwas vom Gas genommen wird. Nach einem fast schon balladesken Intro entwickelt sich dieser Song zu einem heavy groovendem Midtempo-Song, auch wenn hier die Melodien nicht ganz so zwingend ausgefallen sind wie bei den ersten beiden Titeln der Scheibe.

Einprägsamer dagegen ist das ebenfalls im Midtempo rockende „Silver Into Steel“, das mit verzerrtem Gesang einen echten Höhepunkt darstellt. Leider kann die zweite Hälfte des Albums den furiosen ersten Teil nicht ganz halten. Songs wie „The Shadow Knows“ und „Beyond Good And Evil“ spielen sich zwar auf durchaus gehobenem musikalischem Niveau ab, wollen sich aber nicht recht im Ohr festsetzen. Trotzdem gibt im Großen und Ganzen wenig an „Iron Will“ auszusetzen. Wer ein echtes Heavy Metal Album sucht, ohne Pathos und glatt polierte Refrains, wird an dieser Scheibe eine wahre Freude haben. Da fällt es wenig ins Gewicht, dass die neun Titel doch recht schnell vergangen sind und sich im zweiten Teil des Albums der eine oder andere Durchhänger eingeschlichen hat. Ehrlicher, heavier und zugleich melodischer war wahrscheinlich kein Heavy Metal Album der letzten Monate.

Anspieltipps:

  • Like the oar strikes the water
  • Fear Is The Key
  • Silver Into Steel

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