Foxboro Hot Tubs - Stop Drop And Roll - Cover
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Foxboro Hot Tubs Stop Drop And Roll


  • Label: Reprise/WEA
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Alle Welt (na ja, die Pop-Punk-Welt) wartet auf den für 2008 angekündigten „American Idiot“-Nachfolger, doch was machen Green Day? Nehmen sich mit Foxboro Hot Tubs die Zeit für ein Nebenprojekt und versuchen sich eifrig an einer Hommage des 60s Rock’n’Roll in Gestalt von Kinks, Beatles und Zombies, inklusive weitestgehend authentischer Reproduktion von Sound und Artwork.

Ganz vorzüglich gelingt der Band die Verbeugung z.B. bei der ersten Single „Mother Mary“: Ein lässiger Hit direkt aus der Hüfte, schrabbeliger Gitarren-Solopart inklusive. Auch angesichts der auf dem gesamten Album verstreuten Retro-Orgeln fühlt man sich als Swinging-Sixties-Freund direkt zuhause. Aber irgendwie beschleicht einen das Gefühl, dass hier auch mehr hätte passieren können. Immerhin sind Foxboro Hot Tubs das Sideproject einer Multi-Millionen-Dollar-Band, die sich im besten Sinne auch mal wieder freistrampeln könnte. Die Möglichkeiten einer solchen Experimentierwiese werden aber leider nicht genutzt. Dementsprechend würden im Ergebnis auch mehr oder weniger alle Songs absolut reibungslos auf einem Green-Day-Album Platz finden.

Dabei ist der Band mit „Stop Drop And Roll!!!“ wahrlich keine schlechte Platte gelungen. Das Green Day in all den Jahren ihr Handwerk gelernt haben und wissen, wie man eingängige Popsongs schreibt, ist unbestritten. Nur hat sich eben über weite Strecken eine gewisse Routine eingestellt, unterbrochen lediglich von einigen wenigen Ausnahmen in Gestalt von Songs wie z.B. „Dark Side Of Night“, auf den die genannten Helden bestimmt stolz sein würden. Hier bleibt neben der Huldigung erfrischenderweise mal der typische Pop-Punk-Faktor außen vor, und es funktioniert vorzüglich!

Im Endeffekt ist „Stop Drop And Roll!!!“ eine Platte von Green Day für Green-Day-Fans geworden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Wartezeit auf das neue reguläre Album wird weitestgehend gekonnt überbrückt und außerdem machen Ideen wie Foxboro Hot Tubs die Band nur sympathischer, was hier nicht unterschlagen werden sollte. Nur mit dem rein künstlerischen Sinn des Nebenprojekts hapert es etwas, und das ist schade.

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