The Ting Tings - We Started Nothing - Cover
Große Ansicht

The Ting Tings We Started Nothing


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

The Ting Tings schmeißen uns auf ihrem Debüt zehn tanzbare und eindringliche Dance-Punk-Nummern um die Ohren.

Richtig gute Bandnamen sind rar. Dies ist wahrlich keine Neuheit. Letztendlich gibt es aber wenige Combos, die uns vom Gegenteil überzeugen wollen. Ein unspektakulärer Bandname nämlich schien bisher kein Hindernis für Popularität zu sein. Doch drängt sich berechtigter Weise langsam folgender Verdacht auf: Je bekloppter der Name, desto größere Chancen auf Beliebtheit. Auch The Ting Tings (zuvor: Dear Eskimo) werden diesen Verdacht nicht zunichte machen.

Jules de Martino (Schlagzeug, Gesang) und Katie White (Gitarre, Gesang) sind nicht nur damit vollkommen zeitgenössisch. Auch das Prinzip einer Band - bestehend aus gerade mal zwei Personen - dürfte dieses Jahr mit MGMT, den Blood Red Shoes und neuerdings mit The Ting Tings nicht sein Ende gefunden haben. Dagegen sollte der geneigte Hörer auch keine Einwände hegen. Denn bemerkbar macht sich die sehr reduzierte Instrumentenkonstellation auch auf dem Debüt „We Started Nothing“ der Ting Tings aus Salford, Manchester nicht.
Zwar macht sich bemerkbar, dass de Martino und White ihre Instrumente nicht akademisch studiert haben und dies höchstwahrscheinlich auch nicht mehr tun werden. Man darf ihnen auch vorhalten, dass sich ein Teil ihrer Songs aus so wenigen Akkorden und Loops zusammensetzt, dass es fast schon unverschämt ist. Aber wieso sollte man ihnen dies vorhalten, wenn „We Started Nothing“ eben doch von vorne bis hinten stimmt?

The Ting Tings schmeißen uns nämlich auf ihrem Debüt zehn tanzbare und eindringliche Dance-Punk-Nummern um die Ohren; viel Herzblut, Power und Dreck inklusive. Und obgleich das Album so jung und unverbraucht klingt, muss es in einer Sache auf jeden Fall durchdacht sein: Punk, Funk und Disco-Klänge so klug zu mischen, dass sich die Platte locker auf eine Stufe mit Konsorten von CSS stellen darf. Was die Ting Tings in Sachen Namensgebung an Kreativität vermissen lassen, wird mit dem Debüt mehr als genug kompensiert.

Anspieltipps:

  • Great DJ
  • Fruit Machine
  • Shut Up And Let Me Go
  • We Walk

Neue Kritiken im Genre „Electro-Rock“
5/10

Spectra
  • 2017    
7/10

Live... Auf Rauen Pfaden
  • 2016    
6/10

Juggernaut
  • 2016    
Diskutiere über „The Ting Tings“
comments powered by Disqus