Venom - Hell - Cover
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Venom Hell


  • Label: Sanctuary Records
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei Jahre nach „Metal Black” (03/2006) meldet sich die britische Metal-Institution Venom mit ihrem 12. Studioalbum namens „Hell“ zurück. Von der Gründungsmannschaft aus dem Jahr 1979 ist inzwischen nur noch Sänger und Bassist Conrad „Cronos“ Lant übriggeblieben, wobei auch Cronos der Band für ein paar Jahre den Rücken kehrte. Ihm zur Seite stehen La Rage an der Gitarre (seit 2007) und Anton „Antton“ Lant an den Drums. Venom gilt als eine der einflussreichsten Bands der Metal-Geschichte. Egal ob Speed, Thrash, Death oder Black Metal, viele Kollegen führen die Engländer als Inspirationsquelle an.

Als wäre die Zeit stehen geblieben, kommen Venom gleich mit dem Opener „Straight to hell“ äußerst grobkörnig aus den Startlöchern gerumpelt. Der Sound ist gemessen an heutigen Produktionen unter aller Sau und klingt nach Kellerloch anno 1979. Das Ziel dieser matschigen Produktion (natürlich zu verantworten von Cronos höchstselbst) ist klar: Die Anlage L.A.U.T.E.R. D.R.E.H.E.N. bis der Arzt kommt! Denn ab einem gewissen Lautstärkelevel ist es vollkommen wurscht, dass sämtliche Instrumente wie ein einziger Klumpen aus den Boxen bollern.

Auf diese Weise pflegen Venom den Status als Kultband auch im dritten Jahrzehnt ihres Bestehens. Das bedeutet allerdings, dass auch die 13 neuen Songs auf „Hell“ keine technischen Kabinettstückchen bieten. Obwohl, die werden von der Fangemeine auch nicht ernsthaft erwartet. Was zählt, ist etwas anderes. Zum Beispiel, dass die Songs mit uneingeschränkter Inbrunst und einem feinen Händchen für betonwandknackende Riffs dargeboten werden. Und darauf ist auch heuer Verlass! Zusammen mit den bitter-bösen Vocals von Cronos, die irgendwo zwischen Lemmy von Motörhead und James Hetfield (Metallica) changieren, ergibt dies eine genial gestrickte Riffwalze ohne Kompromisse. So bleiben Venom absoluter Kult!

Anspieltipps:

  • Hand of god
  • Armageddon
  • Kill the music
  • Evil perfection
  • Evilution devilution
  • The power & The glory
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