Nine Inch Nails - The Slip - Cover
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Nine Inch Nails The Slip


  • Label: The Null Corporation
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Einsteigeralbum für NIN-Neulinge ist es ungeeignet, für die Fans ein Geschenk!

Konnte es schon am 5. Mai kostenlos in verschiedensten MP3 und WAV-Varianten heruntergeladen werden, so ist es nun auch in herkömmlicher Weise auf CD erhältlich. Und das obwohl der letzte Streich der Band um Trent Reznor noch nicht lang her ist. Im März kam das Instrumentalalbum „Ghosts I-IV“ ja erst auf den Markt. Aber nach vorn geschaut.

Instrumental startet auch dieses Album. „999.999“ ist ein kleines Intro, das mit seinen Synthesizerklängen fast ein bisschen erschaudern lässt, die Spannung dadurch aber konsequent erhöht. So wird man quasi vorsichtig an den nächsten Track herangeführt, der dann sich auch noch konsequenterweise „1.000.000“ nennt. Und das ist dann auch der Anfang, wie man es von Nine Inch Nails kennt und sich wünscht. Gitarren, die wummern und krächzen, zuvor leitet das Schlagzeug das Stück ein. „Letting you“ klingt wie von einem früheren NIN-Album, doch dann kommt ein kleiner Wechsel. Die Melodie von „Discipline“ wiederholt sich leider nur und wirkt fast schon wie ein Ohrwurm. Da hilft es auch nicht, dass immer wieder ein Instrument dazu ertönt. Hier hat man das erste tanzbare Lied. Leider setzt sich dieser Trend mit „Echoplex“ fort. „Head down“ ist dann wieder aggressiver, bevor mit „Lights in the sky“ eine Ballade (!) erklimmt.

Auf der Zielgeraden kommen zwei Lieder ohne Gesang aus und hätten somit auch auf der „Ghost I-IV“ Platz finden können. Eines deutlich ruhiger und über 7 Minuten lang („Corona Radiata“), eines durchaus rockiger („The Four Of Us Are Dying“). Den Abschluss bildet „Demon Seed“, ein Lied, das vom Aufbau lebt. Es steigert sich nach und nach. Der Gesang Trents rückt vom Hintergrund nach vorn, um dann doch abrupt die komplette CD zu beenden.

Diese CD ist schwer zu bewerten. Wäre das ein Debütalbum einer Band, wäre ich begeistert und es gäbe die volle Punktzahl. So viele Sounds, mal schnell, mal langsam, kräftiger Gesang, zurückhaltender Gesang, alles ist vertreten. Vergleicht man „The Slip“ (das Versehen) mit „Year Zero“ von 2005 und mit dem was Nine Inch Nails zu veröffentlichen imstande sind, so muss man ehrlicherweise zugestehen, dass dieses Album nicht im vollem Maße überzeugt. Als Einsteigeralbum für NIN-Neulinge ist es ungeeignet, für die Fans ein Geschenk!

Anspieltipps:

  • 1.000.000
  • Head down
  • Demon Seed

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