Stormwarrior - Heading Northe - Cover
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Stormwarrior Heading Northe


  • Label: Dockyard 1/SOULFOOD
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Eingängiger Speed Metal in Presslufthammergeschwindigkeit mit Ohrwurm-Refrains gilt seit den 80er Jahren als eine deutsche Spezialität. Auf dieses Erbe beruft sich die Hamburger Band Stormwarrior, die, obwohl bereits seit zehn Jahren aufspielend, gerade in den letzten Jahren als absolute Aufsteiger der Szene gewertet werden kann. Dies liegt nicht zuletzt an der tatkräftigen Unterstützung durch Ex-Helloween-Kürbiskopf Kai Hansen, der die Band auch auf etlichen Festivals als Gast begleitete. Mit dem neuen Album „Heading Northe“ wollen Stormwarrior aber vor allem zeigen, dass sie nicht nur als Helloween-Coverband eine gute Figur abgeben.

Und das gelingt bei den ersten Nummern der Scheibe sofort: Sowohl der Titelsong „Heading Northe“, als auch das darauf folgende „Metal Legacy“ gehören eindeutig zu den stärksten Powermetal-Hymnen der vergangenen Jahre. Fans des 80er Jahre Metal kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten: das Gaspedal bleibt durchgedrückt, Gitarren und Schlagzeug kommen mit mächtigem Klang aus den Boxen und die mit etwas Hammerfall-Pathos ausgestatteten Refrains gehen sofort ins Ohr. Leider kann dieses hohe Startniveau nicht ganz gehalten werden. „The Holy Cross“ und „Iron Gods“ kommen dafür doch eine Ecke zu unspektakulär daher, gehen aber noch immer als passable Upbeat-Songs durch. Entschädigt wird man dafür mit dem Ohrwurm „Ragnarök“.

Der Mitsing-Refrain dürfte bei den Konzerten schon bald zu den Höhepunkten zählen. Erstmals ohne endlos-Double Bass kommt das darauf folgende „The Revenge Of Asa Lands“ aus. Der stampfende Midtempo-Beat bringt etwas Abwechslung in das auf Dauer doch etwas langweilige Schlagzeug-Feuerwerk, dennoch will diese Nummer nicht so recht zünden. Mit deutlich gesteigertem Tempo geht es danach bei „Remember The Oathe“ und „Lion Of The Northe“ weiter, bevor mit „Into The Battle“ der letzte richtige Song aus den Boxen schallt (das abschließende „And The Valkyries Ride“ ist eher als Instrumental-Outro zu sehen). Hier stimmt endlich wieder alles: das angenehme Tempo, die Gitarrenarbeit und vor allem der hymnenartige Refrain machen diesen Song zu einem echten Höhepunkt.

Freunde von modernen Metal-Klängen werden beim Hören dieser Scheibe angewidert die Augen verdrehen, Liebhaber von 80er Jahre Speed Metal dagegen können „Heading Northe“ ohne weiteres in ihre Sammlung aufnehmen. Echte Ausfälle gibt es auf dieser Scheibe nämlich keine, dafür aber einige echte Genre-Höhepunkte. Man kann Stromwarrior durchaus vorwerfen, mit Scheuklappen nur ihren Stiefel durchzuziehen und musikalisch abwechslungsarm etwas auf der Stelle zu treten. Das allerdings machen sie auf „Heading Northe“ wirklich gut.

Anspieltipps:

  • Heading Northe
  • Metal Legacy
  • Into The Battle

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