Long Walk Home - Youism - Cover
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Long Walk Home Youism


  • Label: Danse Macabre/ALIVE
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Machen wir gar nicht erst lange rum: Die vier Jungs von Long Walk Home aus Melbourne lassen sich ganz prima vermarkten und in eine Schublade stecken, indem man sie schlicht und ergreifend als „die australische Ausgabe von Muse“ bezeichnet, jenes progressiv angehauchte Trio aus England, das sowohl von Pop- als auch Rockfans ob seiner komplexen wie eingängigen Songs verheert wird.

Die ehemaligen Studenten Charles Canh (Gesang), Michael Robb (Bass), Jake Bovill (Violine) und Aidan McLaren (Drums) veröffentlichten ihre Debüt-EP „Papillon“ im Jahr 2004, die mit ihren brachialen Klängen vielleicht etwas abschreckend wirkte und zwiespältige Reaktionen bei Hören und Fachpresse hervorrief. Als 2006 der Debüt-Longplayer „Yousim“ erschien, waren die Reaktionen nicht minder geteilt. Das Potenzial der Band war spürbar, aber „nur“ mit Support-Shows für das Deftones-Sideproject Team Sleep, Apoptygma Berzerk und Mudvayne war in der australischen Heimat schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.

Für die Europa-Promotion ihres Debüts sind Long Walk Home im Mai 2007 extra nach Berlin übergesiedelt, wo sie über ein deutsches Label (Danse Macabre Records), das den heimischen Markt bestens kennt, nochmals Fahrt in die „Youism“-Maschinerie bringen wollen. Und das könnte klappen, denn mit ihren schwermütigen Balladen („I belong to the sky“), heißblütigen Indie-Rock-Klängen („Dear Kitty“) und den nicht von der Hand zu weisenden Muse-Anleihen („Youism“), rennen die Australier offene Türen bei der Indie-Gemeinde ein. Und mit dem Europa-Bonus-Track „Interior“ liefert das Quartett auch noch einen ihrer besten Songs so far ab. Nicht schlecht! Denn schöner klingt melancholischer (Indie-)Pop und düsterer (Indie-)Rock auch nicht, wenn er von der britischen Insel stammt.

Anspieltipps:

  • Silence
  • Youism
  • Interior
  • Agent orange
  • In her words
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