The Night Marchers - See You In Magic - Cover
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The Night Marchers See You In Magic


  • Label: Vagrant/Rough Trade
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Rocket From The Crypt”-Gründer John „Speedo” Reis meldet sich drei Jahre nach Auflösung der Ska-Punker aus San Diego, Kalifornien mit seiner neuen Band The Night Marchers zurück. An Bord hat Reis diesmal Thomas Kitsos (Bass), Dner (Ex-Hot Snakes, Gitarre) und J. Sinclair K. (Drums). Ihr Debütalbum „See You In Magic“ bildet klangtechnisch genau die Schnittmenge aus Rocket From The Crypt und den Hot Snakes. Das ist doch mal eine gute Nachricht!

Aufgenommen wurde das Album in den neu errichteten „City of Refuge“-Studios im Herbst 2007. Dazu liefert das Infoschreiben der Plattenfirma eine schöne Geschichte. Denn angeblich befindet sich das Studio unter der Landebahn des International Airport von San Diego und wenn man ganz genau hinhört, lässt sich der Sound von Flugzeugtriebwerken zwischen den Songs heraushören. Nun ja, einer Kopfhörerprobe wurde das Album vom Rezensenten deshalb nicht extra unterzogen. „See You In Magic“ kann es nämlich auch so – zumindest streckenweise – mit einer rauschenden Turbine aufnehmen.

The Night Marchers sind am besten, wenn sie wie eine 70er-Jahre-Garagenrockband klingen und alten Rockabilly- und Ska-Ballast abschütteln, der sich (leider) hin und wieder in das ansonsten sehr leckere Menü einschleicht („Open your legs“, „Bad bloods“, „Branded“). Doof, aber es geht auch anders! Denn verzichten The Night Marchers auf diese überflüssigen Zutaten, klingen die Gitarren herrlich schmutzig, die Drums scheppern und der Bass setzt punktiert seine Duftnoten. Ja, ab und zu quengelt sogar eine Orgel dazwischen und urplötzlich erlebt der Stones-Klassiker „Paint it black“ seine unerwartete Fortsetzung als dreckiger Kneipenrocksong („And I keep holding on“). Frech, aber nicht uncool.

Noch besser, weil mit einem genialen Gitarrensound ausgestattet, bollert das böse „I wanna deadbeat you” aus den Boxen. Da hat Toningenieur und Produzent Dave Gardner (U2, Panic, Maps Of Norway, Rocket From The Crypt, Hot Snakes) ganze Arbeit geleistet. Und wir wissen nun, dass es ein Leben nach Rocket From The Crypt git.

Anspieltipps:

  • Panter in crime
  • Jump in the fire
  • Whose lady R U?
  • I wanna deadbeat you
  • And I keep holding on
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