From First To Last - From First To Last - Cover
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From First To Last From First To Last


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Dem auf dem ehrwürdigen Epitaph-Label erschienenen Vorgängerwerk „Heroine” (03/2006) wurde noch das Urteil „äußerst anstrengend” zuteil. Denn From First To Last aus Los Angeles zelebrierten darauf düsteren Emo-Rock mit Post-Hardcore-Zugaben und Cedrix-Bixler-artigen Heliumgesang. In Verbindung mit der knalligen Ross-Robinson-Produktion (Korn, Slipknot, Soulfly) war „Heroine“ deshalb ein richtig dickes Ding, das auch den Major-A&R-Leuten nicht verborgen bleib. Und siehe da, der selbstbetitelte Nachfolger erscheint via Interscope/Universal.

Doch vorher gab es noch die eine oder andere kleine Schwierigkeit zu bewältigen. So musste Sänger Sonny Moore aus gesundheitlichen Gründen die Band verlassen – die Stimmbänder machten einfach nicht mehr mit. Gitarrist und Background-Sänger Matt Good übernahm daraufhin den Posten am Mikro. Auch der Posten des Bassisten wurde mit Matt Manning endlich fest besetzt, nachdem Wes Borland (Limp Bizkit) beim Vorgänger am Viersaiter ausgeholfen hatte. Bleiben vom alten Stamm noch Travis Richter (Gitarre, Gesang) und Derek Bloom (Drums).

In dieser Besetzung wurden in den Pulse Recording Studios in Silverlake, Kalifornien die Songs für das FFTL-Majordebüt eingespielt. Und da dem Quartett bereits beim verhältnismäßig kleinen Epitaph-Label mit Ross Robinson und Andy Wallace ein Top-Studioteam zur Seite stand, ist dies natürlich auch beim Major Universal der Fall. Josh Abraham (Slayer, Velvet Revolver, Filter) und Brendan O’Brien (Korn, Staind, Incubus) heißt das Duo, das diesmal für den Sound zuständig ist – und es hat sehr gute Arbeit geleistet. Zwar macht „From First To Last” durchaus ein paar Zugeständnisse, die ein Major-Vertrag nun mal mit sich bringt, sprich einige Stücke sind mit einer vorzüglichen Mischung aus metallischer Härte und Eingängigkeit gesegnet („Two as one“, „The other side“, „We all turn back to dust“), mit der sich auch charttechnisch Aufmerksamkeit erregen lässt.

Im Großen und Ganzen verleugnen From First To Last ihre Scream- und Hardcore-Wurzeln nicht. Aber diese Band will über ihren bisherigen Indie-Status hinauskommen. Das hört man aus allen Poren ihres dritten Longplayers. Allein das eröffnende Songtrio ist eine deutliche Kampfansage und Ausdruck einer neuen Kompositionstechnik, die strikt auf den Punkt ausgerichtet ist, dennoch interessante Details bietet und mit dem neuen Sänger hörbar massenkompatibler ausgefallen ist. Und das alles, ohne der Band den Wurf vom Ausverkauf zu machen. Das wäre auch unfair, denn „From First To Last” ist eine klare Weiterentwicklung, die jede Band machen muss, wenn sie den Major-Weg wählt und mehr Menschen erreichen möchte, als die übliche überschaubare Indie-Schar.

Anspieltipps:

  • Two as one
  • The other side
  • A perfect mess
  • Tick tick tomorrow
  • We all turn back to dust
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