Blackmore´s Night - Secret Voyage - Cover
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Blackmore´s Night Secret Voyage


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Blackmore’s Night gehen den gewohnten Gang.

Auch das neue Album von Blackmore’s Night wird von der Plattenfirma wieder vollmundig und blumig beworben: „Secret Voyage“ ist eine weitere kaleidoskop-artige musikalische Reise durch Zeit und Raum des Renaissance-Folk-Schwergewichts Blackmore’s Night. Sie greift traditionelle Melodien aus ganz Europa auf und arrangiert sie neu, eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart. Der Gitarrenstil des ehemaligen Deep-Purple-Klampfers Ritchie Blackmore, der Gesang und die einfühlsamen Texte von Sängerin/Songschreiberin Candice Night sowie der Einsatz authentischer Instrumente der Renaissance werden zu altertümlichen Melodien verwoben und erzeugen ihren einzigartigen und sich großer Beliebtheit erfreuenden Stil.

„Secret Voyage“ besteht aus 12 neuen Songs, die von Night, Blackmore und ihrer Band Of Minstrels aufgenommen wurden. Diese musikalische Reise wurde durch die Natur inspiriert und umfasst akustische und elektrische Gitarren, Streicher, Instrumente der Renaissance und natürlich die Stimme von Candice Night mit ihren mystischen Texten. „Toast To Tomorrow“ etwa, wurde durch einen uralten irischen Folksong inspiriert, „Gilded Cage“ stammt von einer traditionellen französischen Melodie und „Peasant’s Promise“ zeigt sich inspiriert durch einen in England mündlich tradierten Song.

So weit so bewährt. Das Problem für die Gesamtnote ist nur: Blackmore’s Night gehen den gewohnten Gang: Sehnsüchtelnde Poprocknummern („Locked Within The Crystal Ball“) wechseln sich mit gitarristischen Sahnestückchen („Peasant's Promise“, „Prince Waldeck's Galliard“) ab, während friedliche Balladen („Gilded Cage“) ständig auf der Kippe zum Kitsch stehen.

Bloß nicht abweichen vom Erfolgsmodell, bloß nichts wagen, dass die vollen Burgen im szenestarken Frankreich und Deutschland verdrießlich stimmen könnte. Mittelalterfans werden dagegen natürlich nichts einzuwenden haben, aber es sind eben genau jene Fans, denen mal wieder echte Weiterentwicklung innerhalb ihres Genres - von einem echten Zugpferd, wenn man so will - vorenthalten wird. Es stellt sich ergo langsam die Frage wie innovativ ein solches, nur aus der Vergangenheit schöpfendes Genre überhaupt sein kann.

Anspieltipps:

  • Peasant’s Promise
  • Prince Waldeck’s Galliard
  • Toast To Tomorrow

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