LaFee - Shut Up - Cover
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LaFee Shut Up


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 47 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Um es gleich vorweg zu sagen: Dieses Album ist im Prinzip überflüssig wie ein Kropf! Denn hier wurden lediglich die 12 besten Songs aus den ersten beiden, jeweils mit einer Goldenen Schallplatte dekorierten Studiowerken von Senkrechtstarterin LaFee für „Shut Up“ ins Englische übersetzt und auf einer CD zusammengefasst. Das klingt nicht nur in der Theorie langweilig, das ist es auch in der Praxis.

Nachdem inzwischen selbst Tokio Hotel im Ausland Erfolge feiern und sie ihre Songs deshalb noch mal in englischer Sprache aufgenommen haben, winkt bei der 17jährigen Christina Klein die gleiche Karrierechance. Deshalb wurde nicht lange gefackelt und relativ kurzfristig „Shut Up“ geboren. Die musikalischen Gerüste blieben dabei weitgehend unangetastet und auch die übersetzten Texte entfernen sich nicht sonderlich weit an den Originalen.

Das funktioniert in der Tat bei einigen Songs recht gut („Now’s the time“ / „Jetzt erst recht, „Little princess“ / „Prinzesschen“, „What’s wrong with me“ / „Was ist das“), andere hingegen verlieren durch den englischen Text an Authentizität und Charme („Come on“ / „Beweg dein Arsch“, „Set me free“ / „Lass mich frei“), zumal LaFee wie gewohnt kein Blatt vor den Mund nimmt und inhaltlich kräftig austeilt. Das ist nicht selten hart an der Grenze und könnte die einen oder anderen besorgten Eltern auf den Plan rufen, siehe hier: „I’m sick and tired of your wimpy-ass bullshit / Shut up, shut up! / Get the fuck out of my life / Oh, cryin’ won’t help you / I don’t give a shit about what you do / Shut up, shut up! / I’m sick of your bullshit / Fuck you!!!“ (aus „Shut up“ alias „Heul doch“).

Wundern muss man sich ein wenig, dass zum Teil fragwürdige Gesangsleistungen wie in „Midnight strikes“ / „Mitternacht“ oder „Tell me why“ / „Wer bin ich“ nicht durch Studiotechnik ausgebessert wurden. Einige Passagen sind nämlich nichts weiter als ein übles Krächzen und Wimmern, während „Little princess“ an anderer Stelle durch einen akzentuierten Gesang überzeugt. Es geht doch – aber leider nicht durchgehend. Denn an anderer Stelle kämpft LaFee wiederum mit der englischen Sprache und man muss schon genau hinhören – oder das Booklet zur Hilfe nehmen –, wenn man jedes Detail verstehen möchte. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Jetzt muss der Fan entscheiden, ob er sich diese englischsprachige Best-Of-Mischung der ersten Alben gönnt.

Anspieltipps:

  • Scabies
  • Shut up
  • Lonely tears
  • Little princess
  • What’s wrong with me
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