Thea Gilmore - Liejacker - Cover
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Thea Gilmore Liejacker


  • Label: Fullfill Records/SPV
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Liejacker“ legt die britische Singer/Songwriterin Thea Gilmore zehn Jahre nach ihrem Debüt ihr mittlerweile sechstes Album vor. Im Vorfeld dieser Produktion musste die 29jährige Musikerin schwere Zeiten durchmachen: Sie durchlebte die Trennung von ihrem Lebensgefährten, ihrem Management und der Plattenfirma. Dazu wurde bei ihr eine klinische Depression diagnostiziert, gefolgt von der wohl prägendsten Veränderung in ihrem Leben: Thea bekam ihr erstes Kind.

All das findet sich nun in den Songs von „Liejacker“ wieder. Darin verarbeitet Thea Gilmore ihre Probleme, Empfindungen und Sichtweisen in mitunter recht düsteren, folkigen Popsongs, die mit geschmackvollen Arrangements und überwiegend karger Instrumentierung (u.a. Akustikgitarre, Piano, Bass, Drums, Ukulele, Mundharmonika und diverse Streichinstrumente, aber auch so verrückte Dinge wie eine Besteckschublade, eine Grillpfanne und ein Schornsteinaufsatz) zu überzeugen wissen.

Kein Wunder, dass sich Bruce Springsteen und Martha Wainwright zu den Fans der Britin zählen, die selbst in ihrer Heimat noch nicht in den vorderen Chartregionen aufgetaucht ist. Die beste Platzierung war bis dato ein 35. Platz für die 2003er Single „Juliet (Keep that in mind)“. Aber vielleicht sorgen ja die Duette mit Dave McCabe von den Indie-Rockern The Zutons („Old soul“) und der legendären Joan Baez („The lower road“) für entsprechende Aufmerksamkeit. Oder die Nette Coverversion von „You spin me right round“ (im Original von Dead Or Alive) wird es richten. Alles ist möglich, denn auf diesem Album befinden sich fünf bis sechs wunderbare Singer/Songwriter-Perlen. Damit sollte Frau Gilmore doch was reißen können.

Anspieltipps:

  • Rosie
  • Old soul
  • Dance in New York
  • You spin me right round
  • When I get back to shore

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