No Machine - A Terrible Thing - Cover
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No Machine A Terrible Thing


  • Label: Arion Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit No Machine steht eine Newcomer-Indie-Prog-Rock/Pop-Band aus England in den Startlöchern, die auf ihrem Debütalbum (mit dem zum Glück nicht metaphorischen Titel) „A Terrible Thing“ noch ein kleinwenig mit den Schwierigkeiten eines in Eigenregie produzierten Erstlingswerks zu kämpfen haben, aber dennoch mehr als ansatzweise zeigen, dass in den fünf Musikern um das Brüderpaar Emil und Al Rivers einiges an Potenzial steckt.

No Machine wurden im Januar 2006 gegründet, nachdem die Rivers-Brüder (gebürtige Griechen, die in Lissabon und London aufwuchsen) auf der Suche nach Begleitmusikern eine Jam Session in einer Londoner Bar belauschen durften, die auf das Konto von ihren jetzigen Bandkollegen Fred (Gitarre), Daniel (Keyboard), Pedro (Bass) und Joca (Drums) ging. Schnell fanden die Jungs menschlich und musikalisch zusammen und probten in einem alten Lagerhaus monatelang die Kompositionen der Rivers-Brüder, die sie später – wie gesagt – in Eigenregie aufnahmen und produzierten und fünf von elf Songs von Mark Wallis (U2, Travis, The Smiths, Razorlight) abmischen ließen.

Diese DIY-Haltung in allen Ehren, aber an manchen Stellen hätte man sich dann doch das Einschreiten eines externen Produzenten gewünscht, der für etwas mehr Dynamik, Feinschliff sowie Rat und Tat hätte sorgen können. So werden leider einige Spannungspunkte verschenkt, die Songs wie „There are forces“ oder „A terrible thing“ aus dem gehobenen Durchschnitt in den oberen Bewertungsbereich gebracht hätten. Und vielleicht hätte ein Produzent auch dafür gesorgt, dass „I get down“ vom Album verschwunden wäre. Denn dieser flotte 2-Minuten-Track passt überhaupt nicht in die Abfolge auf „A Terrible Thing“.

Doch eh wir uns missverstehen: Hier wird Kritik auf hohem Niveau geübt! Denn No Machine legen besonders im Mittelteil ein kompositorisch starkes Album vor, das in seinen besten Momenten so klingt wie Marillion zu ehrwürdigen Fish-Zeiten, die es ebenfalls schafften, frickelige Passagen mit schönen Melodien zu verbinden, ohne den Hörer mit endlos langen Songs zu langweilen („Tell me“, „Diamond ring“). Dort setzen auch No Machine an, wenn auch noch mit etwas Luft nach oben.

Anspieltipps:

  • Divine
  • Tell me
  • Elevator
  • The races
  • Sha la la lady

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