HammerFall - Masterpieces - Cover
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HammerFall Masterpieces


  • Label: Nuclear Blast/WEA
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„Masterpieces“ - der Titel der neuen Hammerfall-Scheibe klingt verdächtig nach einer weiteren überflüssigen Best-Of-Veröffentlichung - hatten die schwedischen Powermetaller nicht erst letztes Jahr eine umfangreiche Werkschau ihres bisherigen Schaffens vorgelegt. Und tatsächlich: ein Best-Of-Album ist diese CD tatsächlich geworden. Allerdings ein anderes, als der großspurige Titel vermuten lässt.

Mit stolzen 18 Titeln enthält „Masterpieces“ sämtliche bislang von Hammerfall eingespielten Coverversionen, deren Originale sowohl von Metal-Legenden wie Helloween, Twisted Sister, Judas Priest und Kiss, als auch eher unbekannten Underground-Bands wie Warlord oder Picture stammen. Einige dieser Songs dürften den meisten Fans bereits bekannt sein: so waren „Child Of The Damned“, „Back To Back“, „Angel Of Mercy“ und „Rising Force“ bereits auf offiziellen Studioalben vertreten. Der Großteil der hier vertretenen Titel stammt allerdings von inzwischen kaum mehr erhältlichen Singles und B-Seiten. Dazu gehören durchaus hörenswerte Versionen von Helloweens „I Want Out“ und Rainbows „Man On The Silver Mountain“.

Auch zwei Kuriositäten haben sich eingeschlichen: so scheitert Gitarrist Oscar Dronjak bei Judas Priests „Breaking The Law“ kläglich als Leadsänger. Dafür aber machen Hammerfall diesen Ausfall mit einer amtlichen heavy-Version des schwedischen Grand-Prix-Songs „När vindarna viskar mitt namn“ (2000) wieder wett. Ergänzt wird das umfangreiche Paket mit den drei kompletten Neueinspielungen „Flight Of The Warrior“ (Riot), „Youth Gone Wild“ (Skid Row) und „Aphasia“ (Europe).

Diese Fülle an Material macht „Masterpieces“ also nicht nur für Komplettisten zu einem interessanten Angebot. Zwar werden viele Fans einige der hier (wieder-)veröffentlichten Coverversionen bereits ihr Eigen nennen, dafür aber finden sich auch etliche Raritäten, sowie drei neue Songs, die einen tatsächlichen Kaufanreiz darstellen. Wirklich nennenswerte Neuarrangements bzw. Neuinterpretationen haben sich Hammerfall großteils gespart, dafür stellt das Album aber eine durchaus gelungene Lerneinheit in Sachen „klassicher Heavy Metal“ dar. Alles in allem handelt es sich bei „Masterpieces“ natürlich um einen klassischen Lückenfüller, der die Wartezeit auf das nächste reguläre Studioalbum verkürzen soll. Gute Laune macht es aber trotzdem.

Anspieltipps:

  • Ravenlord
  • Head Over Heels
  • När Vindarna Viskar Mitt Namn

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