Vanessa Hudgens - Identified - Cover
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Vanessa Hudgens
- Identified


  • Label: Hollywood Records/EMI
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Was will Vanessa Hudgens, ihres Zeichens High-School-Musical-Star, uns sagen, wenn ihr zweites Album „Identified” heißt? Hat die zwanzigjährige sich endlich selbst gefunden und die Musik, die sie sich für sich vorstellt. An alle Kids, die sich über HSM-Mucke gefreut hätten, an alle Überraschten, die bei V die verschiedenen Stile interessant fanden: Das liebe Mädchen zieht jetzt mit den coolen Kids um die Häuser und das in den Fußstapfen Missy Elliots, wobei sie und Begleitung eher Rihanna und dem Rest der R’n’B-Szene entgegenkommen. Ein wenig Zuckerpop als Sicherheitsnetz darunter gemischt und fertig ist der nächste Schritt zur festen Gesangskarriere. Ach ja und natürlich will jedes Mädchen so sein wie V.

Das Ganze geht sehr beschwingt los mit „Last Night“, wo es um das leidige Thema „Und wo warst du diese Nacht so lange?“ geht. Warum sich das beinahe wie ein Mika-Song mit R’n’B-Hauch klingt, ist rätselhaft, jedoch nicht von Bedeutung, denn „I don’t wanna know“. Hier steht Party im Vordergrund. Das beweist auch der Titeltrack, der auf der Erfolgswelle des R’n’B der Szene mitschwimmt und sämtliche Register zieht. Miss Hudgens macht auch keine Anstalten diesen Eindruck zu ändern und geht bei „Hook It Up“ so weit, endgültig „schmutzig“ zu werden und sich eine Dauerrotation in den Clubs zu sichern. Das ist alles andere als Abwechslungsreich, aber mit einer Präzision, als wäre die Frau schon seit Ewigkeiten im Musikgeschäft.

Bevor man sich von der alten Vanessa verabschieden muss, kommen natürlich doch noch ein paar Popsongs daher. Der schwere Beat bleibt, aber ansonsten sind Lieder wie „Don’t Ask Why“, „Paper Cut“ und auch das soulige „Gone With The Wind“ für die breite Masse. Da kann getrost das Feuerzeug angemacht werden oder der Partner in spe. Ansonsten prügelt die US-Amerikanerin ihre Clubnummer durch, aber ob sie wirklich als eben diese Partymaus identifiziert werden möchte? Interessante Frage, die nicht wirklich interessiert, denn bei der Top-Produktion geht viel Originalität verloren, die Lebhaftigkeit bleibt zum Glück erhalten, was das Album zumindest zu allem anderen als einem Fehlkauf macht. Wer auf der Suche nach super durchproduziertem, jugendlichen Neusound der Marke R’n’B-Club-Pop ist, der findet hier ein Exemplar par excellence. Wie groß die Halbwertzeit des Albums wirklich ist, ist wieder eine andere Frage.

Anspieltipps:

  • Last Night
  • Sneakernight
  • Hook It Up

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