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Johnossi Johnossi


  • Label: V2/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Johnossi holten sich Inspiration für ihre Lieder aus den unterschiedlichsten Gefilden der Musiklandschaft.

Dies ist die Geschichte von zwei Freunden, John und Ossi, die sich einst entschlossen, als Musikanten in die Welt hinaus zu ziehen und schöne Melodien in ferne Länder zu tragen. Es begab sich zu der Zeit, als die beiden, jungen Schweden erkannten, dass sie nicht nur mental, sondern auch musikalisch miteinander verbunden waren. Man setzte sich zusammen und übertrug die, von John bislang nur zu Papier gebrachten, Gedanken, in eine organische Form, die ganz und gar anmutig klang. Fort an galt es, den viel zu lange unterdrückten Ideen, nachzugehen und den schier unbändigen Kreativitätsdrängen freien Lauf zu lassen. Tage, Wochen, gar Monate zogen ins Land, eh sich John und Ossi unter dem Deckmantel des Künstlernamens Johnossi mit ihren Kompositionen an die Öffentlichkeit wagten.

Johnossi gelang es, mit ihrem gleichnamigen Erstlingswerk, die Mägde und Prinzessinnen, Bauern und Könige, gleichermaßen zu entzücken. Das lag zum einen an dem makellosen Antlitz der beiden Nordeuropäer, die, besonders nach schweißtreibenden Live-Darbietungen, die Herzen der Fräuleins, reihenweise zum Schmelzen brachten. Hinzu kamen die Leidenschaft, die Überzeugung, der Biss und die dennoch ungezwungene Leichtigkeit der Melodeien, die auch den männlichen Anteil restlos zu überzeugen wussten. Das Zweiergespann hatte mit untrüglicher Scharfsinnigkeit erkannt, worin ihre besonders ausgeprägte Fähigkeit lag, die sie sich von Anfang an zu ihrer Stärke machten: Johnossi holten sich Inspiration für ihre Lieder aus den unterschiedlichsten Gefilden der Musiklandschaft. Die einzige Bedingung lautete: Es muss von Herzen kommen!!

„The Show Tonight“ als Einstieg für das Album, war weise gewählt, denn bereits hier erfuhr der Hörer eine Berg- und Talfahrt zwischen lauten und leisen, harten und weichen Tönen. Wenig später erklang Johnossi in sämtlichen Königreichen Europas und das aus guten Gründen: Nichts erleichterte dem Küchenjungen das Zerhacken der Lebensmittel so sehr, wie das messerscharf zackige „Execution Song“; pfeifend spannte der Kutscher fortan seine Pferde an, weil er das rhythmische „Glory Days To Come“ in den Ohren hatte und die Hausdame spornte sich allmorgendlich mit „There’s A Lot Of Things To Do Before You Die“ zur Höchstmotivation an.

Die Hofgarde wurde nach Dienstende des Öfteren dabei erwischt, wie sie ausgelassen, bei ein paar Fässern Met, Disziplin und Anstand verlor und ihre steifen Knochen zu „Man Must Dance“ bewegte. Melancholisch verträumt summte die Jungfrau „Family Values“, während sie die Wäsche am Fluss wusch. Gestandene Männer schossen Tränen der Schwermut in die Augen, wenn „Press Hold“ erklang und sie schrien, mit schiefer Kopfstimme, John’s herzzerreißendes „All Your Dreams Collide“ mit. Der Prinz machte sich zu „Santa Monica Bay“ ausgehfertig und fühlte sich anschließend lässig und cool genug, um endlich seine Königin zu finden und –vor allem- sie anzusprechen. Den Hochzeitstanz hatte er schon lange geplant: Zu nichts konnte man sich besser an die Dame des Herzens anschmiegen, als zu „The Lottery“, um anschließend mit ihr bei „Summerbreeze“ die Flitterwochen zu genießen.

Die Musik von John Engelbert und Oskar Ossi Bonde verbreitete sich wie ein Lauffeuer und die beiden Freunde mussten fortan nicht mehr um ihren Lohn bangen. Auf ihren Liederreisen erfuhren Johnossi viel Liebe und Zuspruch; aber auch der Wunsch nach neuen Stücken wurde laut und lauter. An Ideen mangelte es nicht und so verzogen sich die Nordmänner wieder in ihren Proberaum. Doch das ist eine andere Geschichte.

Anspieltipps:

  • Execution Song
  • Man Must Dance
  • Press Hold
  • Summerbreeze

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