Blaze Bayley - The Man Who Would Not Die - Cover
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Blaze Bayley The Man Who Would Not Die


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 62 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Der Mann, der nicht gut genug für Iron Maiden war“ – dieser Titel dürfte dem zwischenzeitlichen Sänger der Eisernen Jungfrauen wohl ewig anhaften. Dass seinem unbestrittenen Talent damit keineswegs genüge getan wird, beweist ein Blick auf eine Reihe durchaus hörenswerter Alben mit der Band „Blaze“. Dass die Solokarriere trotzdem nicht so recht ins Rollen kommen wollte, ist wohl auf das undankbare Vermächtnis der ehemaligen Brötchengeber zurückzuführen. Ein neues Management möchte es jetzt trotzdem noch einmal wissen - mit komplett neuer Band (unter dem vollen Namen „Blaze Bayley“) und dem Album „The Man Who Would Not Die“. Der Titel kann wohl getrost als Kampfansage verstanden werden.

Dementsprechend rotzig startet auch der Titelsong mit Doublebassfeuerwerk und schweren Riffsalven. Was bei diesem Einstieg noch ganz gut gelingt relativiert sich bei den kommenden Titeln „Blackmailer“ und „Smile Back At Death“. Hier hätten ein paar etwas zwingendere Melodien dem recht schweren Material gut getan. Ein echter Höhepunkt dagegen folgt anschließend mit „While You Were Gone“. Hier zeigt Blaze Bayley eindrucksvoll, wie druckvolle Heavy Metal (Halb-)Balladen klingen können. Ein melancholischer Text trifft auf gute Melodien, ohne dabei aber die allseits präsente Härte zu vergessen.

Allgemein klingt „The Man Who Would Not Die“ am besten, wenn die Band etwas vom Gas geht und einen Gang herunterschaltet, um den Melodien etwas mehr Platz einzuräumen. So finden sich vor allem in der zweiten Hälfte des Albums durchaus einige recht starke Heavy Metal Nummern wie „Voices From The Past“ und vor allem „Waiting For My Life To Begin“, das mit sehr starkem Chorus überzeugt.

An der Stimme von Blaze Bayley selbst werden sich nach wie vor die Geister scheiden. Während er in tieferen Tonlagen durchaus viel Eigenständigkeit mitbringt, klingen manche etwas höhere Passagen noch immer etwas angestrengt. Insgesamt ist „The Man Who Would Not Die“ sicherlicht noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag, aber beileibe auch kein schlechtes Album. Blaze Fans werden ohnehin bedenkenlos zugreifen, Freunde von dunklem, zeitgemäßem Heavy Metal können immerhin ein Ohr riskieren.

Anspieltipps:

  • The Man Who Would Not Die
  • While You Were Gone
  • Waiting For My Life To Begin

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