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Rihanna Good Girl Gone Bad: Live


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 95 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
3.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach drei weltweit erfolgreichen Alben erscheint nun mit „Good Girl Gone Bad Live“ die erste DVD der jungen Dame aus der Karibik.

Bis jetzt hat Robyn Rihanna Fenty (20) mit ihren drei Studioalben „Music Of The Sun“ (2005), „A Girl Like Me” (2006) und „Good Girl Gone Bad” (2007) gezeigt, dass sie für jeweils drei bis vier Hitsingles gut ist, aber noch kein Werk auf den hübschen Leib geschrieben bekommen hat, das als Ganzes funktioniert. Warum auch? Die sexy Sängerin aus der Karibik ist auch so mit ihrem Stil, einer Mischung aus R&B, Pop und Dancehall, eine der gefragtesten Figuren im Musikgeschäft und eine der wenigen Künstler, die CDs noch in größeren Mengen an den Mann und die Frau bringt.

Nach drei weltweit erfolgreichen Alben erscheint nun mit „Good Girl Gone Bad Live“ die erste DVD der jungen Dame aus der Karibik. Wie es sich für einen Megastar gehört, selbst wenn er noch so jung ist wie Rihanna, wurde nicht irgendein Auftritt in einem 08/15-Club mitgeschnitten, sondern in der ausverkauften M.E.N. Arena in Manchester, die immerhin über 17.000 Menschen fasst. Das 70 Minuten kurze, aber immerhin 18 Songs umfassende Spektakel vom 6. Dezember 2007 wurde mit 14 Kameras gefilmt und zeigt Rihanna in Sachen Optik und Bühnengestaltung (Rampen, Podest, perfekte Lightshow, riesige Videowände) als eine der ganz großen Pop-Acts unserer Zeit. Hier wird in allen Belangen geklotzt und nicht gekleckert.

Zusammen mit einer „richtigen“ Live-Band, Tänzern und Backgroundsängerinnen, die der damals noch 19-Jährigen hörbar unter die Arme greifen müssen, stakst die Sängerin in knallengen Madonna-artigen Lack- und Leder-Outfits (die viermal gewechselt werden) in gewagten Posen über die Bühne, die von ihrem Ausmaß einen Vergleich mit den Tourneen einer Beyoncé, Shakira oder Christina Aguilera keinesfalls scheuen muss. Dargeboten wird das Ganze vor einem sehr jungen Publikum (weit über 20 Jahre alt ist wohl keiner der Besucher), das hauptsächlich aus weiblichen Fans besteht. All das verstärkt den Eindruck, einem großen, bunten Kindergeburtstag beizuwohnen.

Gar nicht dazu passen möchte allerdings die Performance von Rihanna, die trotz ihrer jungen Jahre und einer um Erotik bemühten Show (Push-Up-BH und ultra-kurze Höschen werden garniert mit diverse Close Ups auf das Dekolleté und zwischen die gespreizten Beine) kalt wie eine Hundeschnauze wirkt und das bis ins kleinste Detail einstudierte Programm nebst Standardansagen („I wanna hear you scream“) und Klettereinlagen auf einem Gerüst herunter spult. Die Songs huschen eilig ineinander über und ehe man sich versieht, ist die wenig authentisch Vorstellung vorbei. Die Fans in Manchester hat es offenbar nicht gestört. Glaubt man den Bildern, hatten diese jede Menge Spaß bei etwas mehr als einer Stunde Fast-Food-Pop, der optisch auf „In Bed With Madonna“ in der Light-Version gestylt wurde. Das hat ja auch was…

Anspieltipps:

  • Rehab
  • Umbrella
  • Hate that I love
  • Shut up and drive
  • Don’t stop the music
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