Infadels - Universe In Reverse - Cover
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Infadels Universe In Reverse


  • Label: Wall Of Sound/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4/10 Unsere Wertung
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein wenig zu weit hergeholt wäre folgende Behauptung: Die Infadels aus London waren mitverantwortlich für die Genre-Vermischung zwischen Rock und Dance. The Faint, Soulwax und Konsorten waren bereits längst auf den Plan getreten, als „We Are Not The Infadels“ 2005 das Licht der Welt erblickte. Doch erfreuten die Infadels auch mit ihrer Auslegung von Elektro-Rock – wenn auch etwas zurückhaltender als eben Genannte – gleichermaßen in Club und Wohnzimmer.

Kein Wunder also, dass die Londoner auf „Universe In Reverse“ nicht groß am Erfolgsrezept zu rütteln wagen. Die Grundzutaten bleiben auch hier (Indie-)Rock und Synthie-Pop, aber unmissverständlich wollen die Infadels nun größere Brötchen backen. Die Türen zum verschwitzten Club werden geschlossen, die Pforten zu Arenen und Stadien geöffnet. Hier wird nicht mehr ekstatisch getanzt was das Zeug hält, sondern halbherzig mit dem Fuß gewippt. Der Beiname „Indie“ scheint schon fast etwas fehl am Platz. „Universe In Reverse“ hat nur wenige Höhepunkte. „Code1“ zum Beispiel hätte auch recht gut auf Album Nummer Eins passen können. Ist er aber hier der beste Song auf der Platte, hätte er auf dem Debüt auch als Füller abgestempelt werden können.

Da es das Quintett mit den Faktoren Wiedererkennungswert und Eingängigkeit für ihre Verhältnisse übertreibt, überschreiten fast alles Songs die Grenze zur Radio-Pop-Tauglichkeit im negativen Sinne. Bäcker für die größeren Brötchen gibt es wahrlich bessere. Oder was das hier einfach nur der Versuch einer Bewerbung für die Vorband der nächsten U2 Welt-Tournee?

Anspieltipps:

  • Make mistakes
  • Play blind
  • Code 1
  • How to disappear

Dieser Artikel ging am um 19:15 Uhr online.
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