Gemini Five - Sex Drugs Anarchy - Cover
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Gemini Five Sex Drugs Anarchy


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schwedische Hardrockband Gemini Five veröffentlicht mit „Sex Drugs Anarchy” ihr mittlerweile drittes Album. Das genügt nach Auffassung der Herren Hot Rod (Bass, Gesang), Dany „Dee Dee“ Douglas (Gitarre, Gesang), Tin Star (Gesang, Gitarre) und Slim Pete (Drums) in Sachen Studioerfahrung, um auf einen externen Produzenten zu verzichten und die Arbeit an den Reglern selbst in die Hand zu nehmen. Hätte sie bloß auf jemanden gehört, der sich wirklich mit dem Produzieren von Platten auskennt...

Die Grundzutaten des Gemini-Five-Sounds sind auch im fünften Jahr ihres Bestehens dieselben geblieben. Sie suhlen sich mit Wonne in allen möglichen Varianten des 80er-Jahre-Hardrocks und stellen sich dabei gar nicht mal ungeschickt an. So ist es anfangs eine Freude mit anzuhören, wie die Schweden nach einem Intro im Stil der frühen Metallica („Thunder & Lightning”) druckvoll loslegen und in der Folgezeit eine durchaus coole Melange aus den Koordinaten Skid Row (Härte), Gotthard (Melodien) und Alice Cooper (Gesang) auffahren.

Leider fällt schon da die dumpfe Abmischung auf, die sich durch das gesamte Album zieht und den Hörgenuss arg schmälert. Dazu kommt, dass sich das Songwriting von Gemini Five nicht gerade abwechslungsreich gestaltet. Der Aufbau der Songs ist fast immer der gleiche, die Geschwindigkeit wird kaum variiert, die Lyrics sind nicht mehr als die üblichen Auszüge aus dem Textbaustein-Plattitüden-Einmaleins („One for the money, two for the show“, „Ain’t got nothing but the roll of the dice“, „Go baby go go go I’m on to you“) und als Krönung kommt noch die erwähnte Kellerstudioproduktion, die frei von jeglicher Dynamik einfach nur ärgerlich ist, dazu. Das reicht am Ende nicht mal für eine durchschnittliche Platte und ist in der Entwicklung der Schweden ein böser Rückschritt.

Anspieltipps:

  • Scream 4 me
  • Sex drugs anarchy
  • Here 2day gone 2mrw
  • Something’s gotta give
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