Powers Court - The Red Mist Of Endenmore - Cover
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Powers Court The Red Mist Of Endenmore


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei Powers Court vereinen sich viele Stile zu einem nicht immer ganz sinnvollen Ganzen. Da wäre zum einen Sängerin, Gitarristin und Mandolinenspielerin Danie Powers, die mit ihrem Organ neben sakral anmutenden Vocals auch mal gerne die Hardrock-Röhre gibt oder in opernhafte Gefilde ausbricht oder zum anderen Schlagzeuger Daniel Nydick, dem man anhört, dass er zwar gerne bei einer Progressive Band spielen würde, sich aber derzeit mit Powers Court zufrieden geben muss. Bassist Steve Murray hingegen spielt seelenruhig seinen Part hinunter und gefällt somit noch am Besten.

Da es bei „The red mist of Endenmore“, dem ersten Album nach sieben Jahren, wie auch auf „Nine kinds of hell“ (08/2001) nicht immer nur Power Metal sein muss, zeigt das Trio eindrucksvoll mit einer Mischung aus Gothic, Epic, Doom und natürlich Power Metal in der knappen Dreiviertelstunde. Leider mit unterschiedlichem Ergebnis, denn obwohl die ballaststoffreiche Einleitung „Ab initio“ noch halbwegs gelungen ausfällt, so dumpf und nichtssagend geht es mit „The prophecy“ weiter, wo nicht mehr getan wird als das Gaspedal ordentlich durchzutreten, während Sängerin Danie mit Hall-Effekt und Diva-Attitüde ihren Text schmettert.

In „A somber day“ und „Kingdom falls“ gibt es dann die unbarmherzig über einen hereinbrechenden, progressiven Patterns von Drummer Nydick zu bedauern, da seine Darbietung überhaupt nicht zum restlichen Geschehen der Songs passt und ziel- und planlos wirkt. Im hinteren Drittel der Platte besinnen sich Powers Court zwar auf einen geordneteren Aufbau und weniger experimentelle Ansätze, wirklich viel hängen bleibt deswegen trotzdem nicht. Dabei ist der Grundgedanke einer stark stilübergreifenden Power Metal-Band ja an und für sich nicht schlecht, doch wie man es in „The red mist of Endenmore“ serviert bekommt, ist es definitiv eine Vorstellung zum Abgewöhnen.

Anspieltipps:

  • Outrage
  • Darkness Calls

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