Shinedown - The Sound Of Madness - Cover
Große Ansicht

Shinedown The Sound Of Madness


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz Gold- und Platinalben sowie diversen Hitsingles in ihrer amerikanischen Heimat, werden die Alternative Rocker von Shinedown von ihrem Label in Europa total stiefmütterlich behandelt. Erst mit dem vorliegenden Drittwerk „The Sound Of Madness“ wird nun auch bei uns so etwas wie Promotionarbeit geleistet. Zwar etwas verspätet, denn Shinedowns neue CD ist in den USA schon seit Juni 2008 auf dem Markt und für den „vernetzten Fan“ bereits ein alter Hut, aber mit stetigen Abverkäufen im hohen vierstelligen Bereich, bewegt sich das US-Top-10-Album langsam aber sicher in Richtung Goldene Schallplatte, so dass wohl ein gewisses Potenzial vorhanden zu sein scheint, das eine Vermarktung in Europa rechtfertigt.

Shinedown treten auf ihrem dritten Album mit einer amtlichen Dicke-Hose-Produktion an, die von Rob Cavallo (My Chemical Romance, Green Day, Kid Rock, Avril Lavigne) fulminant in Szene gesetzt wurde. Da wird sowohl den Jungs von Nickelback („Sin with a grin“) als auch den Pathos-Rockern von Creed („What a shame“) ernste Konkurrenz gemacht oder mal eben ein 20-köpfiges Orchester ins Studio gekarrt („Second chance“, „Breaking inside“). Halbe Sachen kamen gar nicht erst in Frage. Und so wurden aus 60 Songideen die 15 besten aufgenommen, von denen sich auf der US-Version am Ende elf wiederfinden.

Dass Shinedown inzwischen zu einem Quintett angewachsen sind, hört man „The Sound Of Madness“ deutlich an. Zeitweise drängeln sich sogar drei Gitarren um die Gunst des Hörers, weil auch Produzent Rob Cavallo zur Sechssaitigen gegriffen hat. Entsprechend fett und testosterongeschwängert knallen die Songs aus den Boxen. Diesen typischen US-Mainstream-Rocksound muss man mögen, wenn man sich auf das Album einlässt. Denn die Jungs aus Florida fackeln nicht lange herum. Sie servieren deftige (Hard-)Rocker mit Hit-Potenzial („Devour“, „Sound of madness“, „Cry for help“) und saftige Balladen, die alles andere als Magerquark darstellen („Second chance“, „Call me“, „What a shame“).

Der Schalldruck ist dabei grundsätzlich auf das Maximum eingestellt, so dass der Hörer überhaupt keine Chance hat zu entkommen. Deshalb aufgepasst: Shinedown werden Dich packen, wenn es Dir nicht peinlich ist, herrlich altmodischen Alternative Rock im Stile der späten 90er Jahre zu hören.

Anspieltipps:

  • Devour
  • Call me
  • What a shame
  • Sound of madness

Neue Kritiken im Genre „Alternative Rock“
Diskutiere über „Shinedown“
comments powered by Disqus