End Of Green - The Sick´s Sense - Cover
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End Of Green The Sick´s Sense


  • Label: Silverdust/SOULFOOD
  • Laufzeit: 57 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Themenzyklus rund um „Wut, Hass, Leid und Trauer“.

Der Einstieg in die sechste Scheibe der Stuttgarter Düsterrocker von End Of Green ist alles andere als vielversprechend. Nach kurz angeschlagener Bassdrum klimpert in weiter Ferne eine Gitarre, die zwar nach einigen Sekunden den Anschluss findet, aber als ganz glücklich gestaltet sich das weitere Klangbild von „Dead city lights“ dennoch nicht. Etwas dumpf und dünn wurde das restliche Schlagzeug abgenommen, die Saitenzupffraktion geht oftmals etwas unter, lediglich Sänger Michelle Darkness, der mit klar gesungenen Parts, tiefer gestimmten Grummelvocals und gepresstem Organ seine wohl bestechendste Darbietung bei den Süddeutschen abliefert, wurde ins richtige Licht gerückt.

Eigentlich ist das alles aber nur halb so schlimm, denn spätestens wenn Michelle „Killing honestly / Keep on selling lies“ („Killhoney“) ins Mikro bellt, hat einen die Wucht der Kompositionen von „The sick´s sense“ erfasst und hinterlässt einen angesichts der sorgsam aufgebauten Stimmung in den einzelnen Tracks sprachlos. Erst wenn es End Of Green mit der Atmosphäre etwas übertreiben und einen Song, in dem nach 3 ½ Minuten schon alles gesagt ist auf weitere 2 ausdehnen („Hurter“, „Let sleeping gods lie“), werden nicht nur die Nerven strapaziert, sondern auch die Skip-Taste zum Einsatz gebracht. Dieses Manko bügeln grandiose Nummern wie „The sickness crown“, „Sunday morning“ oder das längste Stück der Platte, „My crying veins“, jedoch mit Leichtigkeit aus.

Sicherlich wird für den einen oder anderen die Platte allein aufgrund des vergänglichen Themenzyklus rund um „Wut, Hass, Leid und Trauer“, der mit einer ordentlichen Portion melancholischem Pathos gewürzt wurde, die Endwertung gehörig nach oben korrigieren, bleiben wir aber mal bei dabei, dass „The sick´s sense“ eine unverschämt gute Platte geworden ist, die mit etwas weniger Ballast gut und gerne einen Klassiker des Genres abgegeben hätte.

Anspieltipps:

  • Killhoney
  • My Crying Veins
  • Sunday Mourning
  • The Sickness Crown

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