Austrian Death Machine - Total Brutal - Cover
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Austrian Death Machine Total Brutal


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der erste Gedanke: Der ist nicht ganz bei Trost! Der zweite: Metal Blade ist nicht ganz bei Trost! Der dritte: Wieso eigentlich nicht? Die Rede ist natürlich vom Nebenprojekt Austrian Death Machine des As I Lay Dying-Gründers Tim Lambesis, der mit „Total brutal“ nicht nur das hirnverbrannte musikalische Äquivalent zu den mal mehr mal weniger sinnleeren, aber durchaus unterhaltsamen Filmen des fünffachen Mister Universum, Schauspielers, Gouverneur Kaliforniens und Präsident Amerikas in spe Arnold Schwarzenegger liefert. Dieser hat mit testosterongesteuerten Streifen wie „Total Recall“, „Terminator 1 – 3“ oder „Predator“ Kinogeschichte geschrieben und stand wie nur wenige andere für den Inbegriff des unzerstörbaren, vor brachialer Gewalt strotzenden, muskelbepackten Action-Helden.

Der steirischen Eiche möchte Lambesis mit „Total brutal“ nun ein thrashig-metallisches Denkmal setzen und hat neben Ahhnold am Mikro (eigentlich Chad Ackerman von Destroy The Runner), sich selbst an Gitarre und Bass, mehreren befreundeten Schlagzeugern die Drum-Parts eingespielt haben, welche Tim zuvor geschrieben hatte und einer ganzen Latte an Gastauftritten wie etwa Jason Suecof (Produzent für Trivium, All That Remains, Chimaira), Adam Dutkiewicz (Killswitch Engage), Eyal Levi & Emil Werstler (Daath), Mark MacDonald (Mercury Switch) und Nick Hipa (As I Lay Dying), die zum Credo „Ein Gitarrensolo pro Track“ ihren Teil beitragen durften, zur Glorifizierung der Austrian Death Machine geladen. Wie nicht anders zu erwarten stand natürlich der Spaß im Vordergrund, der besonders durch die sieben eingestreuten Monologe hervorgehoben wird, in denen Ackerman als Arnie-Stimmenimitator über jeglichen Blödsinn redet und schon beim ersten Mal extrem auf die Nerven fällt.

Die Musik, gespickt mit Zitaten, Querverweisen und Parallelen zu den bekanntesten Schwarzenegger Action-Reißern liefert dafür grundsoliden Hochgeschwindigkeits-Thrash / Metalcore, der allerdings nur im alkoholisierten Zustand wirklich gut ist, bestehen die zehn Songs schließlich nur aus einer einzigen Idee, die schlicht und ergreifend „Auf die Zwölf“ heißt. Mit minimalen Variationen prescht Lambesis mit seinen diversen Kollegen eine halbe Stunde lang unbeirrt voran, macht selten Halt, changiert zwischen dem Metalcore seiner eigenen Truppe (stellt euch „Comfort betrays“ in mehrfacher Ausführung vor) sowie orgiastischem Thrash-Riffing und verlässt sich voll und ganz auf das Prädikat „Spaßprodukt“. Mehr als ein ganz ordentlicher Witz für Zwischendurch ist „Total brutal“ nämlich einfach nicht.

Anspieltipps:

  • If It Bleeds, We Can Kill It
  • Rubber Baby Buggy Bumpers
  • Here Is Subzero, Now Plain Zero

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