The Game - Lax - Cover
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The Game Lax


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 76 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mister Taylor hält die Fahne inmitten des kränkelnden HipHop-Business hoch.

Einst war Westcoast-Rapper The Game der beste Kumpel von 50 Cent, bis es zum langwierigen Streit zwischen ihnen kam. Vom Geheimtipp stieg er trotz aller Widerstände aufgrund seines Talents zumindest in Amerika zur großen Nummer im HipHop auf, die gerne für Kollaborationen auf CDs anderer Rapper gebucht wurde. So ist es nicht verwunderlich, dass The Game, bürgerlich Terrell Taylor, bei seinem dritten Longplayer anscheinend versucht, einen neuen „Featuring“-Weltrekord aufzustellen: sage und schreibe 13 der 19 Tracks kommen mit Gastbeiträgen daher. Sein Freund Nas ist nur einer von vielen, dazu kommen Ne-Yo, Common, Ludacris, Ice Cube, Keyshia Cole, Lil Wayne und Raekwon. Selbst Ex-„Blink 182“-Drummer Travis Barker gehört zu den Auserwählten, die mit The Game unbedingt zusammenarbeiten wollten.

Mit den hellen Soul/R&B-Stimmen von Bilal bei „Cali Sunshine“ oder auch „Touchdown“ mit Raheem DeVaughn wird für die nötige musikalische Abwechslung gesorgt. Auch die recht dunklen Töne der Rapper Ice Cube und Common passen gut zu den schnellen Worten des 29-Jährigen. Als erste Single wurde wie genreüblich ein Duett mit einer Sängerin, Keyshia Cole in „Game's Pain“, ausgewählt, welches sehr viel Soulpop beinhaltet und nicht so stark raplastig ist, dass es nur Fans gefällt.

Aufgrund der musikalischen Abwechslung braucht sich The Game qualitätsmäßig nicht hinter Nas aktuellem Album zu verstecken, obwohl schon auffällt, dass auch eine ganze Horde Produzenten die Regler bediente, angefangen von dem omnipräsenten Kanye West bis zu Scott Storch (Ja Rule, Nas, Nelly), waren viele Personen in das Werk involviert. Über die Texte muss man den Mantel des Schweigens decken, denn außer dem sehr ruhigen und beeindruckenden „Letter to the King“, wo Nas und The Game Politisches rappen, gibt es das übliche „Motherfucker“-Gelaber zu hören. Doch mit seiner lockeren schnellen Rap-Zunge, basslastigen Beats („Let us live“) und souligen Elemeten („Gentleman's Affair“), punktet Mister Taylor ziemlich oft und hält die Fahne inmitten des kränkelnden HipHop-Business hoch. Westcoast-Rap lebt!

Anspieltipps:

  • State of Emergency feat. Ice Cube
  • Cali Sunshine feat. Bilal
  • Let Us Live feat. Chrisette Michelle
  • Letter to the King feat. Nas

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