Nas - Nas - Cover
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Nas Nas


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nasir Jones, Künstlername Nas, ist mittlerweile bei Album Numero Neun angelangt und nach langen Publicity-heischenden Diskussionen blieb dieses namenlos und heißt nicht „Nigger“, wie es der Rapper gern gehabt hätte. Dann kommen wir auch gleich zu einem der Kritikpunkte dieser CD: Nas rappt in atemloser Geschwindigkeit seine wortreiche Ergüsse und wird nicht müde, die Fahne für die Farbigen in den USA hoch zuhalten. Es steht außer Frage, dass Rassismus nicht nur in den USA existiert und den schwarzen Bevölkerung mehr als das Leben schwer macht, aber die gebetsmühlenartigen Ansagen von Herrn Jones ermüden den Hörer nach einiger Zeit schon etwas. Zusammen mit dem Wissen, dass Nas den Islam für die Weltreligion hält, die alle brauchen, verläuft sich dieser missionarische Eifer manchmal etwas und die übliche Selbstbeweihräucherung darf textlich natürlich leider auch nicht fehlen.

Musikalisch fällt das Urteil wesentlich erfreulicher aus. Mit zahlreichen Produzenten und Gästen beweist Nas, dass er weiterhin zur ersten Rapgarde internationaler Bauart gehört. Chris Brown, The Game, Keri Hilson, Busta Rhymes und als Producer bzw. Songschreiber Mark Ronson, Mikkel Eriksen, Tupac Shakur (post mortem!), Salaam Remi (Amy Winehouse) und Mark Batson (Jay-Z, James Blunt) stehen, neben weiteren Künstlern, im Booklet des Silberlings und unterstützten Nasir Jones bei seinem Werk. Der Ausflug in Soulregionen, „You Can't Stop Us Now“, oder die vor einiger Zeit von The Neptunes im Hip Hop salonfähig gemachten Rockgitarren, „Sly Fox“, sorgen für nötige musikalische Abwechslung.

Die Kollaborationen mit Busta Rhymes, „Fried Chicken“ veredelt mit Ronsons bekanntem Trompetensound, und Chris Brown, „Make The World Go Round“, punkten ebenfalls mit Black Music-Vielfalt, denn die Alleingänge des Rappers wie „Queens get the money“ offenbaren schon ein wenig, dass die Reduzierung auf die Stimme von Mister Jones in dem Fall fesselt, aber das nicht über die fünfzehn Tracks ausschließlich begeistern würde. Eine echte und hörenswerte Annäherung an die Popmusik stellt das Duett mit Keri Hilson, „Hero“ dar, die durch Timbalands „Shock Value“ an das Licht der Öffentlichkeit gebracht wurde. Es bleibt festzuhalten, dass Nas immer noch einen beachtlich pfeilschnellen Flow besitzt und aus dem bekannten HipHop-Genre einige Ausflüge in andere Musikrichtungen unternimmt, die für die nötige Vielfalt auf diesem Longplayer sorgen.

Anspieltipps:

  • You Can't Stop Us Now featuring Eban Thomas of the Stylistics
  • Make The World Go Round featuring Chris Brown and The Game
  • Sly Fox
  • Fried Chicken featuring Busta Rhymes

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