Yann Tiersen - Soundtrack Tabarly - Cover
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Yann Tiersen Soundtrack Tabarly


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Piano, Violine, akustische und E-Gitarre, Bass, Oboe, Klarinette, Melodica, Cello, Akkordeon, Flöte, Becken, Martenot, Vibraphon, Ukulele, Glockenspiel und Marimbaphon sind nicht die Bestandteile des gut sortierten Instrumentenlagers einer Musikschule, sondern alle diese Instrumente beherrscht der Musiker Yann Tiersen und benutzte sie für sein neues Album.

2008 schuf der Filmemacher Jaques Perrin eine Dokumentation über den berühmten französischen Einhandsegler und Bootsbauer Eric Tabarly, der 1998 auf dem stürmischem Meer bei Belfast tragischerweise starb. In deutsche Kinos wird es die Dokumentation wohl nicht schaffen, doch der Soundtrack, von Tiersen allein komponiert, wird auf jeden Fall veröffentlicht. Yann Tiersen durfte in der Vergangenheit mit den Soundtracks zu „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und zu dem deutschen Film „Good Bye Lenin“ beachtliche Erfolge im Genre Filmmusik verzeichnen.

Das hauptsächlich verwendete Instrument aus den zahlreichen oben genannten stellt eindeutig das Piano, welches hörbare Akzente setzt. Dem bewegtem Leben Tabarlys auf dem Meer verordnet der Franzose Tiersen zunächst eben diese Klaviersongs, gesungen wird nie, welche die Melancholie gekonnt vertonen. Ein wenig dramatischer und schneller geht es ab Track Drei los und bei „Yellow“ erklingen fast fröhliche mediterrane Töne, veredelt durch ein Akkordeon dazu und diese besitzen echte Filmmusikoberklasse. Zum Ende des Albums vermehren sich die Molltöne, denn der Segler Tabarly stirbt zuletzt auf seinem geliebtem Meer und Yann Tiersen fängt diese Stimmung mit zerbrechlich wirkenden Klängen ein.

Tiersen versteht sein Handwerk wirklich und demonstriert wie ein Film mit klassischen Instrumenten fast perfekt mehr als begleitet wird. Die instrumentalen Tracks setzen eine Vorliebe oder Interesse für eben die klassische Musik voraus, doch auch Hörer anderer Genres können nur bewundernd den Hut vor dem französischen Filmscorekomponisten Tiersen ziehen. In Zusammenhang mit dem Film vermag diese zeitlose Musik sicher noch besser ihre Wirkung zu entfalten, das steht außer Frage, aber auch ohne Bilder gibt es feine Kompositionen von Meister Yann Tiersen zu hören.

Anspieltipps:

  • Yellow
  • Iv
  • 1976

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