G. Love - Superhero Brother - Cover
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G. Love Superhero Brother


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit dem mittlerweile dritten Studioalbum auf Jack Johnsons Brushfire-Label meldet sich Songwriter Garrett Dutton alias G. Love zusammen mit seiner Band Special Sauce zurück. „Superhero Brother“ ist das insgesamt elfte Album des 35-Jährigen (ein Live- und ein Best-Of-Werk eingerechnet), der auf unnachahmliche Art und Weise Funk, HipHop, Blues, Folk und Americana verbindet. Dabei klingt G. Love mindestens so locker und relaxt wie sein Freund und Labelchef Jack Johnson – mit dem Unterschied, dass sich bei Herrn Dutton nicht jeder Song gleich anhört. Das hat allerdings auch zur Folge, das die Qualität der G.-Love-Alben mitunter recht schwankend ist.

Nachdem dem düsteren „The Hustle“ (2005) und dem bekifften Grillparty-Beschaller „Lemonade“ (2007) ist „Superhero Brother“ wieder mal ein klassischer Fall von „nicht schlecht, aber wenig bedeutungsvoll“. Nur, woran liegt’s? Es gibt doch bluesige Perlen mit politischem Text (der Titeltrack „Superhero brother“) und rockige Groover wie den Opener „Communication“. Doch das sind eher die Ausnahmen. Meistens perlen die Songs gleichmäßig wie das Rauschen der Wellen am Südseestrand super-entspannt aus den Boxen („Who’s got the weed“, „Wiggle worm“, „Peace, love and happiness“). Nur keine Aufregung, bloß keine Eile! Ab und zu mal ein paar zackige Riffs, das muss genügen („What we need“, „City livin‘“). Aber wer soll dabei konzentriert bleiben?

Über G. Loves „Superhero Brother” zu meckern wäre Quatsch. Der Bursche bleibt sich und seinem Stil auch im 15. Jahr nach seinem Debütalbum treu. Wer Dutton und Band kennt, weiß das und wird mit seiner Erwartungshaltung entsprechend haushalten. Dem Rest der Welt sagen wir dann Bescheid, wenn G. Love & Special Sauce mal wieder ein richtig gutes Album am Start haben. Aber vorher lesen wir noch G. Loves Ratgeber für Berufsmusiker, der auf den entzückenden Titel „101 Ways not to fuck up your Chances of being a Rock Star – A Pocket Guide for Navigating your Way through the treacherous Seas of the modern Music Industry“ lautet. Wenn sich einer im Biz auskennt, dann der gute G. Love.

Anspieltipps:

  • Grandmother
  • Soft and sweet
  • Communication
  • Georgia Brown
  • Wontcha come home

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