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CSS Donkey


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Sorglosigkeit stand ihnen besser. Mal wieder ein Zweitwerk, dass nicht heranreichen will an das unbeschwerte, in die Welt geplatzte Debüt. Lovefoxxx reflektiert jetzt das kurze Leben – „let’s make love and listen to death from above“ zu singen reicht ihr nicht mehr (schade eigentlich); die Band verlassen muss eine Bassistin, wegen bescheinigter Unprofessionalität; und die Produktion ist von sympathisch-stümperhaft zu glatt-perfektionistisch mutiert. Das dürfte auch im Hause Sub Pop für Verwunderung sorgen.

Cansei De Ser Sexy spielen auf Donkey austauschbaren, unspannenden Indie-Rock für die Teenie-Disco – nach dem völlig übersättigtem Schema F: Synthies im Eighties-Gewand und Schrammel-Gitarren, der New Yorker Neo-Garage. Dazu hastiges Gezappel-Songwriting und fertig ist die Enttäuschung, gemessen am starken, wesentlich disco-punkigerem Erstling. „Jager Yoga“, „Give Up“, “Left Behind” - allein unterschiedliche Melodien machen das Songwriting noch lange nicht different und variabel. Es mutet traurig an, um das brasilianische Quartett, dass so sympathisch daherblödelte, mit schlechtem Englisch, dürftigen Instrumentenkenntnissen und sorglos dahingeworfenen Studiumsaussichten, aber sich jetzt nur noch glatt und gleich anhört. Und das Schlimme scheint: gewollt.

Einzig die unbedachten Aufnahmenebenprodukte, als Lückenfüller eingestreut, erscheinen von Bestand. Makaber, dass ein kurz dahingeworfener Disco-Punk-Spaß („Hollywood“) von gerade einmal 1.24 Minuten Länge, sich als bester Output suggeriert. „I Wanna Be Your J Lo“, „How I Became Paranoid“ und „Move“ stehen noch auf der gelungenen Habenseite und erinnern an bessere, irgendeiner Art von Durchbruch so unendlich fernere Zeiten. Den Rest haben wir in diesem jungen 21. Jahrhundert schon tausendfach serviert bekommen und lockt nur noch Teenager.

Anspieltipps:

  • Hollywood
  • Move
  • I Wanna Be Your J Lo
  • How I Became Paranoid

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