Appassionante - Salve - Cover
Große Ansicht

Appassionante Salve


  • Label: Artisthouse/EDEL
  • Laufzeit: 53 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Stefania, Mara und Georgia alias Appassionante (= „Die Leidenschaftlichen“) sind nicht die Nachfolgerinnen von Bisou und Monrose, ob wohl sie in Sachen Aussehen und durch ihre klassische Gesangsausbildung eine ernst zu nehmende Konkurrenz für ihre R&B-Pendants darstellen würden. Nein, die drei Mädchen haben sich der klassischen Musik mit einem guten Schuss Pop verschrieben – und das scheint zu funktionieren, denn mit „Salve“ legt das Trio bereits sein zweites Album vor.

Der Lebensmittelpunkt von Appassionante ist die ewige Stadt Rom in Italien, doch ihre Karriere wird von Deutschland aus gelenkt. In Berlin entstand ihr Debütalbum, hier sind Management und Plattenfirma zuhause. Das Konzept hinter Appassionante ist denkbar einfach: Die Mädchen vermischen bekannte Popsongs mit den Elementen der Klassik. So coverten sie auf ihrem Debüt u.a. Songs von R. Kelly („I believe I can fly”), Richard Marx („Right here waiting“), Foreigner („I want to know what love is“), Berlin („Take my breath away“), Bryan Adams („Heaven”) und Celine Dion („My heart will go on”). Auf Album Nummer zwei sind es Songs von den Eurythmics („Sweet dreams”) und Queen („The show must go on“), diverse italienische Klassiker und neue, ausschließlich für „Salve“ komponierte Stücke.

Stefania Francabandiera (28), Mara Tanchis (26) und Georgia Villa (24, Nachfolgerin der ausgestiegenen Schwedin Emma Ahren) werden auf „Salve“ vom Prager Czech National Symphony Orchestra begleitet, das sich mit tanzbaren Beats um die Gunst des Hörers balgen muss. Keine leichte Aufgabe, denn das Ganze geht nur auf, wenn Pop, Klassik und der Operngesang gleichberechtigt nebeneinander agieren. Sonst besteht die Gefahr, dass aus den Songs ein klebriger Brei im Stile der End-Achtziger-„Pop Goes Classic“-Reihe entsteht, verbrochen vom Munich Symphonic Sound Orchestra. Doch dieses Desaster bleibt aus!

Der Crossover aus Klassik und Pop klappt im Fall von Appassionante mehrheitlich gut, was nicht nur an der Gesangsvorstellung der drei Damen liegt: Die Auswahl der Cover-Songs ist gelungen (darunter der schwere Queen-Brocken „The show must go on“), die Instrumentierung der Pop-Parts geht ebenfalls in Ordnung und die eigens für das Werk komponierten Songs fallen auch nicht sonderlich ab. Natürlich ist und bleibt die schon oft praktizierte Verbindung von Klassik und Pop weiterhin kein Fall für Puristen, aber für zwischendurch mal ist „Salve“ ein akzeptables Album.

Anspieltipps:

  • Il mondo
  • Salve domine
  • Torna a sorrento
  • Maledetta primavera
  • The show must go on

Neue Kritiken im Genre „Klassik-Pop“
8.5/10

Saved By The Bell: The Collected Works Of Robin Gibb 1968-1970
  • 2015    
Diskutiere über „Appassionante“
comments powered by Disqus