Leonard Cohen - The Collection - Cover
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Leonard Cohen The Collection


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 220 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Für „The Collection“ wurde sämtliche Alben digital remastert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber angesichts des günstigen Preises nicht zwingend zu erwarten sein darf.

„The Collection” von Leonard Cohen (73) ist keine, wie der Name vielleicht andeuten könnte, schnöde „Best Of”-Sammlung und auch kein opulentes Mega-Box-Set mit raren Songs. Mit der „Collection“-Reihe von Columbia/SonyBMG wird dem geneigten Plattenkäufer vielmehr für wenig Geld die Chance gegeben, einen relativ umfangreichen Einblick in das langjährige Schaffen eines Künstlers zu erhalten, indem eine Auswahl von fünf bis sieben Original-Studioalben ohne Bonus Tracks und andere Zusätze im Mini-Replica-Format in hübschen Cube-Boxen zusammengefasst werden. Das war u.a. schon bei Simon & Garfunkel und Toto der Fall und trifft nun auch auf Leonard Cohen zu, der im Laufe seiner 40jährigen Karriere über sechs Millionen Alben verkauft hat.

Für den im März 2008 in die „Rock’n‘Roll Hall Of Fame“ aufgenommenen kanadischen Singer/Songwriter hat sich das Label für folgende Zusammensetzung entschieden: An erster Stelle steht (natürlich) das Debütalbum „Songs Of Leonard Cohen“ (1968) mit den Klassikern „Suzanne“, „Sisters of mercy“ sowie „So long, Marianne“. Dann gibt es einen großen Sprung in die Achtziger, in denen Cohens Entwicklung mit den beiden Alben „Various Positions“ (1985) und „I´m Your Man“ (1988) dokumentiert wird. Hier fallen besonders Klassiker wie wie „Hallelujah“, „First we take Manhattan“, „Tower of song“ und „I´m your man“ aus dem Rahmen.

Aus den 90er Jahren steht das Album „The Future“ (1992) bereit. Ein Werk, auf dem Leonard Cohen politisch Stellung bezieht. Es handelt vom Zusammenbruch des Kommunismus und dem Fall der Berliner Mauer. Abgerundet wird die „Collection“-Box durch das Spätwerk „Ten New Songs“ aus dem Jahr 2001.

Für „The Collection“ wurde sämtliche Alben nochmals digital remastert, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber angesichts des relativ günstigen Preises von ca. 30 Euro nicht zwingend zu erwarten sein darf. Streiten ließe sich dagegen über gewisse Kleinigkeiten, wie die inhaltliche Zusammensetzung der Box. Warum dieses Album und nicht jenes? Wieso sind es nur fünf CDs anstatt sieben (Toto) bzw. sechs (Simon & Garfunkel)? Weshalb fallen die 70er Jahre komplett unter den Tisch? Doch das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 5-CD-Box „The Collection“ nichtsdestotrotz eine tolle Gelegenheit für Einsteiger darstellt, das Schaffen von Leonard Cohen kennen zu lernen.

Anspieltipps:

  • Hallelujah
  • Jazz police
  • Closing time
  • Ain’t no cure for love
  • You have loved enough
  • First we take Manhattan
  • Hey, that’s no way to say goodbye

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