Asian Kung-Fu Generation - Mada Minu Ashita Ni - Cover
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Asian Kung-Fu Generation Mada Minu Ashita Ni


  • Label: Gan Shin/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 23 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Kaum ist das vierte Studioalbum auf dem Markt, kündigte die Asian Kung-Fu Generation schon das Mini-Album „Mada Minu Ashita Ni“ an. Anscheinend waren die Aufnahmen sonderlich produktiv, wenn die vier Japaner meinen sechs weitere Lieder aus den vergangenen Aufnahmesessions zu „World World World“ an die Öffentlichkeit zu bringen. In ihrem Heimatland selbst wird ihnen das Album so oder so aus der Hand gefressen und auch die vielen Hardcore-Fans werden begeistert zugreifen, aber muss sich auch der objektive hören auf dieses Intermezzo freuen?

„Ajikan“ haben sowieso einen schweren Stand bei jenen, die die Band nur als Randerscheinung der japanischen Popindustrie wahrnehmen. Da können sie noch so schöne Melodien aus dem Hut zaubern, spätestens die japanische Sprache lässt die Musik den meisten albern vorkommen. Schade, auch diesmal, denn gleich der Eröffnungstrack „Myaku Utsu Seimei – Pulsating Life“ weiß mit Uptempo und den üblich eingängigen, warmen Melodien zu überzeugen. Zugegeben hört man dem Song phasenweise, wie auch allen anderen Songs auf dem Album, den B-Charakter an, doch die Lieder machen immer noch Spaß. Wenn Sänger Gotou voller Inbrunst den Refrain in die Welt hinaus ruft, ist das kurzweilige Vergnügen garantiert. Leider machen sie es sich aber teilweise auch zu leicht. „Mustang“ wird von einem sehr schönen Riff getragen, aber dieser Riff ist auch schon der Höhepunkt und bei einer Länge von 5 Minuten, wirkt der Song doch etwas sehr platt. Hier muss die Band sich das Wort „Resteverwertung“ gefallen lassen.

Auch der anschließende Song „Shin Kokyu – Deep Breath“ wirkt ein wenig sehr uninspiriert und erst die letzte halbe Minute weiß einige Reminiszenzen zu bekannter Musik aufzuweisen. „Yusetsu – The Thaw“ und „Mada Minu Ahita Ni“ machen den wieder positiven Schluss des Albums aus. Auch wenn Ersteres nicht ganz die Energie der Lieder auf „World World World“ aufweisen kann, stimmt hier das Gesamtbild. Der Song schafft es fast ohne Längen auszukommen und weiß durch das Arrangement zu gefallen. Genau wie beim Titeltrack wird ein starker, aber nicht unübertrefflicher Refrain geliefert und gerade bei Letzterem besitzen die Strophen, wie die Übergänge diese positive Ausstrahlung, die den Sound der Asian Kung-Fu Generation ausmachen.

Ein schönes Stück Musik hat die Band auch diesmal hervorgebracht, aber die Platte ist, insbesondere im Vergleich mit ihren letzten Alben, nur Durchschnitt. An manchen Stellen zeigen sich die Qualitäten der Band, aber doch zu vereinzelt. Inzwischen gibt es schon wieder eine neue Single, die Teil einer Compilation ist, welche schon wieder mehr Mut macht und so muss man als Fan ein Auge zudrücken. Für jene, die die Band sowieso noch nie mochten, müsste diese Platte schon verboten werden. Man kann sie sich aber auch einfach in Ruhe anhören.

Anspieltipps:

  • Myaku Utsu Seimei – Pulsating Life
  • Mustang
  • Mada Minu Ashita Ni – Into An Unseen Tomorrow

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