Sickboy - Along The Way - Cover
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Sickboy Along The Way


  • Label: Gorilla Music/CARGO
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Quartett Sickboy aus Köln versteht es ordentlich zu rocken, wobei die elektronische Ausrichtung mit Rock-Faktor durch die Hinzunahme von Gitarrist Spilli im Jahr 2006 zurückgegangen ist und nun 2 Gitarren, Bass und Drums die Szenerie beherrschen. Nach dem Ende der alten Band von Sänger/Gitarrist Keke nimmt er zusammen mit Bassist Krise sowie Drummer Boris die ersten Demos auf, während mit dem zweiten Gitarristen im Bunde die Clubs beackert werden und Anfang 2007 Motor Music Interesse an Sickboy bekundet, um sie für ihr Digital-Label zu verpflichten. Nun ist also Zeit für das Debütalbum, welches von Kurt Ebelhäuser (Blackmail) abgemischt wurde und physisch über das Label Gorillamusic aus dem heimischen Köln in Erscheinung tritt. Die musikalische Mischung aus Rock, Punk, 90´er Indie und einer überaus druckvollen Dringlichkeit saugt sich gleich beim ersten Durchlauf fest, ist dann aber doch zu sehr Alternative Rock-Durchschnitt, obwohl die Mitarbeit Kurt Ebelhäusers etwas anderes vermuten lässt.

Mit straighten Gitarren-Riffs und durchsetzungsfähigen Drums erklimmt „Wide Awake“ die Opener-Hürde und lässt mit Gitarren–Harmonien auch die feinen Melodien nicht außer Acht. Diese wirken dann allerdings doch recht dünn und schaffen es nicht, sich raumfüllend zu entfalten. Die Chor-Sing-a-longs und die angenehme Stimme von Keke bewegen sich auf durchschnittlicher Höhe und lassen keinen Unterschied zu vielen anderen Vocals im Rock-Business erkennen. Interessanter ist da schon das Rhythmus-Konstrukt von „Breakable“, das leicht die elektronische Komponente von Sickboy durchscheinen lässt und auch sonst mit variablen Rhythmen und rockigen Ausbrüchen überzeugt, um eventuell auf einem der größeren Festivals den Tag in der Mittagshitze zu eröffnen. Als Opener eines solchen Tages kann man sich das Quartett gut vorstellen, ist doch der leicht verdauliche Rock ein Nenner, auf den sich viele einigen können, wenn auch aufgrund der fehlenden herausragenden Momenten nur manche an der Band dranbleiben werden.

Doch immerhin geht es hier um ein Debüt, das Spaß macht und das man gut zwischendurch laufen lassen kann. Nur schade, dass die im Presseinfo noch erwähnten elektronischen Bestandteile anscheinend größtenteils gewichen sind. Deutliche Elemente, die in diese Richtung gehen, hätten auf jeden Fall mehr aufhorchen lassen. So bleibt es lediglich schmackhaft rockig ohne größere Höhepunkte, wobei der Ska-Anteil von „She´s Out The Way” und der wunderbar zerrissene Blues bei „Misery Lovers Company” für kurzzeitige Höhenflüge sorgen.

Anspieltipps:

  • Breakable
  • She´s Out The Way
  • Misery Lovers Company
  • Along The Way

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