Pro-Pain - No End In Sight - Cover
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Pro-Pain No End In Sight


  • Label: Rawhead/SOULFOOD
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Von einer langgedienten Truppe wie Pro-Pain darf man etwas mehr Qualität erwarten.

Mit dem schlichten Begriff Hardcore können so einige Assoziationen getätigt werden. Auch die nunmehr seit 16 Jahren bestehende New York City-Truppe Pro-Pain hat ihrer musikalischen Performance diesen Stempel aufgedrückt, obwohl Gary Meskil (Gesang, Bass), Tom Klimchuck (Gitarre), Marshall Stephens (Gitarre) und JC Dwyer (Schlagzeug) ihrer neuesten Veröffentlichung „No end in sight“, dem mittlerweile elften Studioalbum mit neuem Material, einige äußerst interessante Ansätze untermischen, die nun eigentlich so gar nicht in den Sektor Hardcore Rock passen.

Dabei startet der Opener „Let the blood run through the streets“ noch mit Gang Shouts, wuchtigen Gitarren und dem heiseren Organ von Pro-Pain Gründer Meskil, während „Halo“ im selben Mid-Tempo weitermacht und lediglich den Refrain etwas stärker ausbaut. Mit „Hour of the time“ schlägt die Platte aber plötzlich in „Oh oh oh“-Schlachtrufe um und Gastfeature Stephan Weidner (Böhse Onkelz) trällert im Chorus neben Ska-Trompeten fröhlich „We got a lot to hate“. Bevor das eben Gehörte richtig verdaut ist, knallen die New Yorker schon mit dem nächsten gewöhnungsbedürftigen Track aus den Boxen, denn auch der Refrain von „To never return“ könnte von einer kommerziell ausgerichteten Stadionrockband stammen, während „Where we stand“ in selben Gewässern wildert, allerdings einen gewissen Reiz versprüht, da hier die limitierten Grenzen des Hardcore mühelos überwunden werden.

Anschließend gibt es wieder durchschnittliches Material („Phoenix rising“, „Go it alone“, „All rise“), bis „God´s will“ in düstere Ebenen ausbricht und vollständig auf wiederkehrende Gesangslinien wie Refrain oder Chorus verzichtet, sondern lieber die Riffs von Klimchuck und Stephens auf Dauerrotation setzt. Der Rausschmeißer „The fight goes on“ wird letztendlich noch mit ein wenig Groove gewürzt und beschließt die durchwachsene Vorstellung von „No end in sight“ im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Schade nur, dass sich viele Tracks ausschließlich durch ihre poppigen Referenzen im Gedächtnis einprägen, denn von einer langgedienten Truppe wie Pro-Pain hätte schon etwas mehr Qualität erwartet werden dürfen.

Anspieltipps:

  • Halo
  • God´s Will
  • Where We Stand

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