Dave Stewart - The Dave Stewart Songbook Vol.1 - Cover
Große Ansicht

Dave Stewart The Dave Stewart Songbook Vol.1


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 99 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Respektable Werkschau mit großen Radio-Hits, aber leider auch viel kaltem Kaffee.

Dave Stewart spielt Dave Stewart. So oder ähnlich könnte der Titel des „Dave Stewart Songbook – Volume 1“ auch heißen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass der Gitarrist der Eurythmics und Songschreiber zahlreicher Welthits wie „Sweet Dreams“, „Underneath It All“, „Here Comes The Rain Again“ und „Miracle Of Love“ jetzt noch einmal seine größten Songperlen unter eigenem Namen unters Volk bringt. Unterstützt wird er dabei vom „Fock Fabulous Orchestra“, das einigen Nummern einen dezent-klassischen Anstrich verpassen soll.

Das gelingt beim ersten Song „Sweet Dreams“ auch ganz gut: nach einem atmosphärischen Intro kommt eine angenehm frische Version des Eurythmics Klassikers aus den Boxen. So gut wie bei diesem Einstand geht das Experiment aber leider nicht immer auf. Schon ab Nummer zwei ist das Orchester-Arrangement nur noch schmückendes Beiwerk, das genauso gut aus einem Synthesizer stammen könnte und somit ist ein Großteil der Neuaufnahmen leider relativ überflüssig. Einen echten Tiefpunkt stellt dabei die neue Version des Jon Bon Jovi Solowerks „Midnight In Chelsa“ dar, das schon im Original nicht gerade zu den besten Werken des New Jersey Rockers gehört. In der Dave-Stewart-Aufnahme kommt noch eine störende Rap-Einlage hinzu, die dem Song komplett den Gar ausmacht. Unnötig erscheint auch, dieses „Best-Of-Album“ auf zwei CDs aufzublasen. Eine zusammen geschnittene Version beider Scheiben hätte unter Umständen ein aufregenderes Endergebnis liefern können.

Wirklich schlecht ist das „Dave Stewart Songbook“ aber deshalb auch nicht. Die meisten Songs werden tadellos dargeboten und mit der einen oder anderen neuen, unerwarteten Passage versehen. Ein weiteres, durchaus positives Beispiel dafür ist die Eröffnungsnummer der zweiten Scheibe „Missionary Man“. Dies allein rechtfertigt aber nur für wirkliche Fans die Neuanschaffung der Songs, die sowieso schon jeder in der einen oder anderen Form im Regal stehen hat. Unterm Strich bleibt also wenig mehr, als ein klassisches Best-Of Album eines Ausnahmesongschreibers, Gitarristen und Produzenten. Positiv betrachtet ergibt das eine Respektable Werkschau auf zwei CDs mit einigen der größten Radio-Hits der letzten 20 Jahre. Negativ betrachtet, ist das „Dave Stewart Songbook“ aber leider kalter Kaffee, neu aufgewärmt.

Anspieltipps:

  • Sweet Dreams
  • Here Comes The Rain Again
  • Missionary Man

Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
6.5/10

Halb Oder Gar Nicht
  • 2017    
Diskutiere über „Dave Stewart“
comments powered by Disqus