OOMPH! - Monster - Cover
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OOMPH! Monster


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 39 Minuten
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10 1 5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass die Band Oomph! In den 90er Jahren das musikalische Vorbild der weit bekannteren Rammstein waren, dürfte sich schon herumgesprochen haben. Rammstein sorgte auch international für Furore, Oomph! blieben im deutschsprachigem Raum erfolgreich und sorgten vor allem mit der Single „Augen auf“ für Aufsehen und Verkaufszahlen allererster Güte. Neben den mächtigen Rocksalven sind aufsehenerregende Texte und elektronische Anteile die Markenzeichen der Braunschweiger Dunkel-Rocker. Nur leider bleiben Oomph! in Sachen musikalischer Weiterentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Die pseudo-bösen Texte schrammen nicht nur ab und zu hart an unfreiwilliger Komik vorbei, sie stellen schon ein ziemliches Hindernis dar, wenn man Oomph! positiv bewerten möchte.

Musikalisch gibt es eben auch nur einige Möchtegern-Rocknummern zu bewundern, der elektronische Anteil wurde wieder erhöht und eigentlich überzeugt nur die Ballade „Revolution“ textlich wie musikalisch, sie steigert sich von sehr sanften Tönen zu stärkerem Gitarreneinsatz, der aber absolut radiotauglich klingt und ein echtes Highlight markiert. Ansonsten fällt es sehr schwer, positive Bewertungen zu formulieren, weil Oomph! ihre Songs aus dem Baukasten mit den ganz dicken Schablonen gestanzt haben, zu vorhersehbar stampft es daher und das begeistert auf Albumlänge keinesfalls. Die elektronischen Spielereien helfen da auch nicht weiter, wobei das wenigstens ein wenig Abwechslung in die Rock-Tracks bringt.. So beschert Oomph! dem Hörer Durchschnittskost und nicht mehr.

Die Vorbildfunktion in Sachen harter Deutschrock mit leichtem Gothic-Touch haben Oomph! schon nahezu verloren und sie sollten dringend eine musikalische Frischzellenkur beantragen, die ihnen zu neuem Ideenreichtum verhilft. Einfallslose Texte und Schein-Skandale wie die Ausladung beim Echo-Musikpreis sind keine Garanten für dauerhaften Erfolg, sondern nur höhere Qualität beim Komponieren bringt die Band weiter.

Anspieltipps:

  • Beim ersten Mal tut’s immer weh
  • Revolution

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