Kingsize - Love, Lust And Other Disasters - Cover
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Kingsize Love, Lust And Other Disasters


  • Label: Weekender/INDIGO
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Als zwischen den Jahren 2005/2006 die Band Arctic Monkeys mehr als nur eindrucksvoll bewiesen, dass Old-School-Rock der Marke Britannien sich noch immer auszahlt, kamen immer mehr Bands den einfachen, älter anmutenden Rock’N’Roll-Melodien wieder näher. Die Melodien zu denen schon Generationen vor der heutigen Musik konsumierenden Jugend auf und ab hüpften. Ganz neu auf der Playlist erscheinen dort nun „Kingsize“. Mike McCartney (Gesang, Gitarre), Zanny Ali (Gitarre), George Daziel (Schlagzeug) und Rupert Hugo Pendray Turner (Bass) geben offen zu, dass sich ihr Stil aus einer Interpretation ihrer Lieblingsbands seit den 60ern besteht. Eine Beschreibung The Kinks und The Strokes trifft es schon ganz gut.

Zwischen abgeklärtem Brit-Rock (diese Wurzel bleibt wie vieles andere die gesamte Dreiviertelstunde unverkennbar) und Garagegesang ergibt sich dieser Samstagabendsound, wenn man in einen Indie-Club geht, um erfrischt loslegen zu können. Das Frischegefühl wird lediglich durch die klar 60er-orientierten Melodien eingeschränkt, allerdings nicht im negativen Sinne. Songs wie „Boy“, „Daze“ und „Amsterdam“, sowie noch einige andere Lieder dieses Albums zeugen von Spielfreude und einer Reihe von Huldigungen an die geliebte Musik(richtung), aber somit verliert Kingsize beinah die komplette Originalität, die man den Arctic Monkeys noch guten Gewissens nachsagen kann. So reihen sich nette Stücke aneinander, die aber neben ihres intimen und 60er-Charakters nicht viel mehr dahinter bieten zu haben. Es entwickelt sich das Phänomen, welches bei Franz Ferdinand schon bewundern ließ. Es entsteht die (na ja, fast) perfekte CD zum einmal Hören. Im Monat, für Fans auch in der Woche, aber die Musik umgarnt nur seicht, anstatt fesseln zu wollen.

Überraschend ist dann „Don’t Go Expecting The Truth“, das sich als Ballade versucht, wo es die Jungs aber wieder packt und sie temporär auf den Uptempo-Rock zurückspringen und auch wenn der Track nicht schlecht ist, ist der schnelle Rock-Quickie für zwischendurch die Stärke des Londoner Quartetts. Wenn einem nach leichter Kost, bestehend aus einer Mischung aus Brit-Rock, Punk und Indie, gemischt mit einer guten Packung 60er-Jahre-Groove ist, dann sollte man bei Kingsize doch einfach mal selbst reinhören. Enttäuscht wird man auf der Suche nach besagtem Cocktail garantiert nicht.

Anspieltipps:

  • Amsterdam
  • Don’t Go Expecting The Truth
  • Rock’N’Roll Dreams

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