David Banner - The Greatest Story Ever Told - Cover
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David Banner The Greatest Story Ever Told


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Rapper und Produzent Lavell Adrian Crump alias David Banner (benannt nach dem Hauptcharakter der TV-Serie „The Incredible Hulk“) aus Jackson, Mississippi veröffentlicht mit „The Greatest Story Ever Told“ sein sechstes Album. Der 35-Jährige ist in der Szene für seinen ungewöhnlichen Down South Whisper-Crunk-Rap-Style bekannt, von dem er auf dem neuesten Output bis an die physischen Grenzen des CD-Mediums Gebrauch macht.

Fast 80 Minuten lang wurschtelt sich Mr. Banner durch 22 Tracks, die nicht im entferntesten einen Originalitätspreis gewinnen können. Alles auf „The Greatest Story Ever Told“ ist so oder so ähnlich schon mal dagewesen. Es geht um Bling-Bling, Bitches, Autos, Drogen, Waffen und Gangsta-Style. Dazu gibt es etwas Politik und Gottglauben – und zwar völlig humorfrei. Wie langweilig! David Banners Raps sind dabei so unscheinbar und austauschbar, dass man die Menge der Feature-Stars gut nachvollziehen kann, mit der das Album aufgepeppt werden soll. So wird zumindest auf diese Weise versucht, ein paar Ecken und Kanten in das konturlose Treiben zu rammen. Einen Snoop Dogg oder Lil Wayne erkannt man eben sofort.

Am Ende wird der Promi-Feature-Wahnsinn, wie im Rap-Biz häufig üblich, wieder mal total übertrieben. Denn auch UGK, Kandi, Akon, Chris Brown, Young Joc, Carl Thomas, Jazze Pha, Marcus, Chamillionaire und Jim Jones dürfen ihren Senf dazu tun. Doch die Wirkung bleibt gleich null. Das deckt sich im Übrigen mit der Produktion von Nitti, Cool & Dre, die kaum etwas Gehaltvolles ans Tageslicht fördert. Eingerahmt von bräsigen Interludes wie „T.I. speaks“, „Uncle Swac“ und „Freedom“ fallen drei bis vier brauchbare Tracks ab – der Rest ist verzichtbares Beiwerk. Mensch Banner, hier ist weder etwas „Great“ noch gibt es eine „Story“.

Hört man sich Alben wie „The Greatest Story Ever Told“ an, ist es nicht verwunderlich, dass das Rap-Genre am Boden liegt. Denn auch David Banner bestätigt: Zuerst gingen den Protagonisten die Ideen aus, dann folgten die kommerziellen Konsequenzen. Frage: Welches Zielgruppen-Opfer soll sein hart verdientes Geld bitteschön für knapp 80 Minuten lauwarmen Mumpitz am Stück ausgeben? Es reicht vollkommen, sich die drei bis vier besseren Tracks aus dem Netz zu saugen – und fertig.

Anspieltipps:

  • 9 MM
  • Hold on
  • Shawty say
  • Suicide doors
  • Ball with me

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