Shouling For Joey - The Initial Spin - Cover
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Shouling For Joey The Initial Spin


  • Label: Al Piper Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Shouling For Joey aus Trier, gegründet im August 2006, also noch blutjung im Geschäft, liefert mit „The Initial Spin“ ihr Debütalbum ab. Ein ganzes Jahr ließen sich Marco Schmitz (Gesang), Robert Ewen (Gitarre, Gesang), Marc Schönherr (Gitarre), Michael Stadtfeld (Bass, Gesang) und Elmar Frank (Schlagzeug) im Proberaum Zeit, bis sie ihr 12-Song-Paket für die Öffentlichkeit freigaben.

Eine gute Entscheidung, denn rocken können die meisten Newcomer, die bei einem Indie-Label einen Deal abstauben können, aber wie schaut es aus mit Harmonien, Strukturen, Melodien und Hooks? Da trennt sich dann meistens die Spreu vom Weizen und vorbei ist es mit der Nachhaltigkeit. Nicht so bei Shouling For Joey! Hier merkt der Hörer sehr schnell, dass sich die Jungs ausführliche Gedanken über diese „Kleinigkeiten“ gemacht haben, was in der Tat eine gute Entscheidung war, denn das Quintett ist nicht mit der Hardcore-Axt durch das musikalische Unterholz unterwegs, wo es nur um Härte und fette Riffs geht.

Die Uhren von Shouling For Joey ticken da etwas anders. Denn die Herrschaften spielen fast schon traditionellen 90er Jahre Alternative Rock, der großen Wert auf eingängiges Songwriting legt, womit auf „The Initial Spin“ ganz schön gewuchert wird. Und das ist gut so! Der Anteil ruhigerer Songs bleibt dabei mit „What have you done“, „Me myself & I“ und (mit Abstrichen) „Don‘t stop dreaming“ und „My own despair“ erstaunlich gering. Dafür wird zünftig gerockt („It‘s always you“, „Victim of my fate“, „Martyr“) und ein ausgefeiltes Kompositionshandwerk an den Tag gelegt. Nicht nur deshalb ist dieses Album für ein Independent-Debüt schon ganz schön weit. Echte Ausfälle gibt es zum Beispiel überhaupt keine zu vermelden und die Gesangsleistung von Marco Schmitz muss sich auch nicht hinter Bands aus den Staaten verstecken. Darum: Wer auf feinen Alternative Rock á la Creed minus Pathos steht, darf dieses Album vorbehaltlos anchecken.

Anspieltipps:

  • Martyr
  • It‘s always you
  • Victim of my fate
  • What have you done
  • No place we can run to
  • A notion you can‘t prevent
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